Willkommen bei ET420-Online

Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
29.05.2018 +++ Meldungen

Große Beachtung wurde in der Öffentlichkeit dem großen Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 geschenkt. Im Zentrum stand die Neustrukturierung des ICE-Netzes mit der vollständigen Inbetriebnahme der VDE 8. Die Neuigkeiten bei den 420-Einsätzen sind eher für einen kleineren Kreis von Interesse und von epochalen Änderungen kann auch nicht die Rede sein. Aber wo wenn nicht hier sollte auch von so etwas berichtet werden?

Im Grundsatz haben sich die Kernaufgaben der 420 in ihren Einsatzgebieten nicht geändert: In Düsseldorf wird die S68 mit zusätzlichen Einzelfahrten nach Solingen bedient. In Köln setzt man, nunmehr um Einsätze an Samstagen erweitert, weiterhin auf die S12 und München betreut drei (Teil)Linien: Zum einen die S20 mit Übergang auf die S4 bis Geltendorf und zum anderen die S2, ganz- und/oder teilweise. Doch in München gibt es die auffälligste Neuerung durch so etwas wie eine Einsatzerweiterung.
Davon hier mehr:



München

Was die Fahrzeugverfügbarkeit betrifft, so bleibt diese bei den Steinhauser 420er weiterhin ambivalent. Die Inbetriebnahme eines zum heutigen Vergleich wesentlich größeren Fahrzeugparks lässt noch etwas auf sich warten, auch wenn sich im Hintergrund (genauer: im AW Nürnberg) einiges tut. Nichtsdestotrotz sollen die 15 Einheiten, die seit bald vier Jahren für München schon in Betrieb sind, am Wochenende verstärkt in Bewegung bleiben. Und das kann man am erweiterten Umlaufplan erkennen: So sollen möglichst vier Vollzüge an Samstag und Sonntag in und um München unterwegs sein.

Seit dem Fahrplanwechsel gibt es bei den Wochenendeinsätzen jedoch eine neue Gewichtung. Neben der S2 sollen nun auch auf der S4 die 420er ihren Auslauf bekommen. Die S4 wurde mit dem neuen Jahresfahrplan zugunsten der S6 weitgehend auf den Abschnitt Geltendorf - München-Trudering gekürzt. Nur zur HVZ gibt es vereinzelte Leistungen die noch die gesamte "klassische" S4 von Geltendorf bis Ebersberg befahren.

Für die Wochend-420er bietet der neue Linienzuschnitt der S4 die Gelegenheit relativ einfach bis zu zwei Umläufe auf den verkürzten Abschnitt zwischen München und Geltendorf zu schicken. Die neuen Einsatzpläne sehen für den Samstag einen Vollzug, für den Sonntag zwei Vollzüge auf der S4 vor. Die S2 verliert durch diese Neuverteilung einige Umläufe und so ergibt sich auch hier ein neuer Einsatzplan. Dieser sieht für den Samstag bis zu drei Umläufe mit 420er-Vollzügen vor, Sonntags deren zwei.

Wie schon bei den Wochenendeinsätzen ab der zweiten Jahreshälfte 2017, so sind auch in diesem Jahr die Besetzungsgrade der Umläufe mit 420ern sehr schwankend. Tendenziell erscheinen zumeist die beiden S4-Umläufe an Sonn- und Feiertagen mit 420 am wahrscheinlichsten. An Samstagen konnten wiederum hin und wieder vollständige Ausfälle aller 420-Einsätze beobachtet werden. Derzeitige Baustellen am Ost-Ast der S2 zwischen Riem und Heimstetten haben zudem dazu geführt, das 420-Einsätze auf der durchgehenden S2 eher vermieden werden. Die Baustellen blieben noch bis auf weiteres bestehen.



Die Fahrpläne bzw. Umläufe der Münchner 420er können hier heruntergeladen werden.


Umlaufpläne (PDF) von Frederik Buchleitners Webseite tramreport.de.

Werktags:
Altomünster - Dachau und
Geltendorf - Pasing - Hauptbahnhof/Höllriegelskreuth

» Linie S2 und Linie S4/S20



Linie S2 (Wochenende, baubedingt ausgesetzt)
» Altomünster/Petershausen - Erding


Linie S4 (Wochenende)
» Geltendorf - Trudering



Die Einsätze ins Kursbuch gegossen (PDF):

Kursbuchtabelle 999.2 - S2
» Altomünster/Petershausen - Erding


Kursbuchtabelle 999.4/.7 - S4/S20
» Geltendorf - Trudering/Höllriegelskreuth





Nürnberg

Obwohl auch Nürnberg seit 1987 eine S-Bahn-Stadt ist, war der ET420 dort noch nie im regulären Einsatz anzutreffen. Und doch ist das Fahrzeug seit seinen frühen Tagen mit dieser Stadt verbunden. So hatte an Entwicklung und Erprobung der Baureihe 420 auch der Nürnberger Standort der MAN seinen Anteil. Und spätestens seit ab Ende der 1980er Jahre das AW Nürnberg mit Wartungsaufgaben an der Baureihe 420 betraut wurde, tauchten die Fahrzeuge immer öfters in Franken auf.
Zudem gab es hin und wieder Gelegenheiten zu repräsentativen Besuchen, so machten Anfang der 1970er Jahre die drei Vorserienfahrzeuge öfters in Nürnberg Station.

Derzeit werden im AW Nürnberg weitere Einheiten der Baureihe 420 für ihren künftigen Einsatz in München vorbereitet. Die größte Neuerung wird die Ausstattung der Fahrzeuge für den durch Linienzugbeinflussung (LZB) geführten Leitbetrieb sein, der seit 2004 wieder auf der Stammstrecke existiert. Auf die Testergebnisse und das Zulassungsverfahren kann man gespannt sein.
Bislang ist dazu öffentlich noch nichts bekannt geworden.

Umso mehr steht in Nürnberg ein anderer 420er mitten in der Öffentlichkeit: 420 001 ist auf dem Gelände des DB Museums ein wenig rangiert worden und steht nun neben dem ebenfalls kieselgrau-orange lackierten 614 005/006 ziemlich in der Mitte des Geländes. Die Sonderausstellung "TEE trifft Vindobona" präsentiert derzeit auf dem Freigelände die Vertreter des gehobenen Schnellverkehrs der 1950er und 60er Jahre von Reichsbahn (Ost) und Bundesbahn (West). Im Mittelpunkt stehen der VT18.16 (Ost) und VT11.5 (West), letzterer als westdeutscher Beitrag zum westeuropäischen TEE-Netzes.

» DB Museum



Köln

Mit dem Fahrplanwechsel erweiterte der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) das Angebot u.a. im S-Bahnverkehr mit Taktverdichtungen an den Tagesrandlagen und an Samstagen. Für die Baureihe 420 bedeutet das, das sie ab diesem Zeitpunkt auch Samstags ran muss.

Die Umlaufpläne wurden dafür bei einem gleichbleibenden Bestand von 10 Einheiten entsprechend angepasst und auf den Samstag ausgeweitet. Die Umläufe unterscheiden sich im Grunde in drei Einheiten: Einen Wochentagsplan, gültig von Montag bis Donnerstag, einen etwas davon abweichenden für Freitag und einen weiteren für Samstag.

Die Pläne für die Wochentage Montag bis Freitag unterscheiden sich von den bisherigen darin, dass die Einsätze sich fast ausschließlich auf die verdichtete Kernstrecke zwischen Köln-Ehrenfeld und Hennef (Sieg) beschränken. Lediglich in den Nebenverkehrszeiten verschlägt es vereinzelte Leistungen bis Au (Sieg) und nur in der "Rush-Hour" erreichen die 420er auch den westlichen Endpunkt in Horrem.

Am Samstag sind zwei Leistungen vorgesehen, die den gesamten Tag über zwischen K-Ehrenfeld und Hennef (Sieg) pendeln. Im Taktgefüge halten beide Leistungen einen 2-Stunden-Abstand zueinander, fahrplantechnischer Begegnungspunkt ist planmäßig auf dem Streckenabschnitt zwischen Spich und Porz-Wahn.

Den aktuellen Umlaufplan, der auch die morgendliche S11-Leistung nach Köln-Dellbrück (Mo - Fr) enthält, gibt es hier zum Download.



Pressemitteilung des VRS
» zum Fahrplanwechsel Dez. 2017



Die 420er-Einsätze ins Kursbuch gegossen (PDF):

Kursbuchtabelle 450.12 - S12
» Horrem Köln-Ehrenfeld Köln Hbf Hennef (Sieg) Au (Sieg)





27.10.2017 +++ Meldungen

Köln

Der letzte Teenie unter den 420ern wird zum Twen!

420 486 Abn KOPLX 27.10.1997

Wie die Zeit vergeht: Vor nunmehr zwanzig Jahren wurde der letzte 420 von der Fahrzeugindustrie an die DB übergeben. 420 486 bekam am Montag den 27. Oktober 2017 die Abnahme im AW Opladen, nachdem er Tage zuvor als letzter seiner Baureihe die Werkstore von DUEWAG in Krefeld verlassen hatte. Zwar bildet 420 489 numerisch den Schlusspunkt von insgesamt 480 Einheiten der Baureihe 420, doch bekam dieser aus unbekannten Gründen den Vorzug für eine etwas frühere Auslieferung, die bereits am 1. September 1997 stattfand. Beide Einheiten wurden, wie alle der jüngsten 420er des Jahres 1997, in Krefeld gefertigt. Warum 420 486 der jüngste Nachzügler werden durfte (oder musste) ist nicht bekannt, jedenfalls ließ man sich 1997 mit der Auslieferung der letzten Einheiten auffallend viel Zeit.

Auch wenn die örtliche Nähe seiner Geburtsstätte Krefeld und dem Abnahme-AW in Opladen zu seinem heutigen Heimat-Bw in Köln-Nippes eine stete Heimatverbundenheit des Fahrzeugs vermuten lassen könnte, so erzählt der bisherige Lebenslauf eine etwas andere Geschichte. Zunächst für nur eine Woche war 420 486 buchmäßig in Plochingen beheimatet. Tatsächlich soll das Fahrzeug auch in jener Woche dort aufgetaucht sein. Am Montag, den 3. November 1997 fand sich der Schwenktürer bereits in den Diensten der Münchner S-Bahn wieder.

Obwohl das verkehrsrote Zeitalter bereits ein Jahr zuvor bei der Deutschen Bahn AG angebrochen war, präsentierte sich der Neuling in der wesentlich dynamischer wirkenden Lackiervariante des "Produktdesigns S-Bahn" der Bundesbahn von 1986: Lichtgrau mit einem Fensterstreifen in Lachsorange und einem gelben Absatzstreifen darunter. Doch schon bald verbarg der Neubau-420 sein klassisches Livree weitgehend mit einer Ganzreklame für ein Sprudelwasser vor Alpenpanorama im Fototapeten-Stil. Ausgenommen von der Beklebung blieben die Fahrzeugenden.
Im August 2003, als das Fahrzeug in verkehrsrot umlackiert wurde, stand es immer noch in den Diensten der S-Bahn München. Zu einer Zeit als der Gesamtbestand der Baureihe schon stark dezimiert worden war und auch die letzte Einsatzlinie (S5) an die 423er kürzlich verloren gegangen war, konnte das Fahrzeug weiterhin im Alltagsbetrieb u.a. auch mit dem um 28 Jahre älteren 420 001 gekuppelt angetroffen werden. Erst im März 2004 verabschiedete sich der jüngste 420 aus dem ältesten Einsatzgebiet dieser Baureihe in Richtung Stuttgart. Fast exakt 10 Jahre lang blieb der jüngste Schwenktürer in Plochingen einer unter vielen, bzw. einer unter 90 Einheiten der 7./8. Bauserie. Auch ihn traf ab Sommer 2014 zeitweiser Stillstand, welcher seinerzeit vielen Stuttgarter 420er wiederfuhr.

Am 21. Februar 2015 führte ihn sein Weg wieder zurück in sein Geburtsland. Zunächst im Bw Düsseldorf-Außenbahnhof hinterstellt und dort wieder fit gemacht, kam er im Dezember des Jahres nach Köln um dort zum Fahrplanwechsel seinen Dienst auf der S12 aufzunehmen. Seitdem ist 420 486 emsig in Diensten der Kölner S-Bahn und fast (werk)täglich zwischen Horrem, Dom, Deutz, Hennef und Au anzutreffen.

Von dieser Stelle einen Herzlichen Glückwunsch zum 20ten!

Ein Bild aus diesen Tagen mit 420 486 bietet z.B. Martin Morkowsky::
» DSO-Sichtung 15.09. - Abend in Köln Hbf (m4B)



Düsseldorf

Mit dem voranschreitenden Umbauprogramm zum Brandschutz an den Fahrzeugen der Baureihe 422, konnte ab Ende August auf den betreffenden Linien wieder sukzessive zum Normalfahrplan zurückgehrt werden. Mit den modifizierten Einheiten dürfen wieder längere Tunnelstrecken befahren werden. Zunächst wurden diese Fahrzeuge auf die S4 konzentriert, hier war seit dem vergangenen Winter der durchgehende Betrieb bis zum Tunnelendbahnhof Dortmund-Lütgendortmund eingestellt worden. Als nächstes stand die Umstellung der S1 auf Normalbetrieb an. Der Notfahrplan auf dem Ostteil der S1 endete in der Nacht von Sonntag auf Montag, 27./28.08.2017.

Noch am letzten Wochenende blieben je zwei Garnituren der Baureihe 420 (420 466 + 420 424 und 420 419 + 420 422) und x-Wagen-Wendezüge mit 143er zwischen Essen-Steele und Dortmund Hbf im Umlauf. Nach sechs Monaten "Vollbetrieb" und zuvor etwa drei Monaten vereinzelten Hilfseinsätzen haben sich die Düsseldorfer 420er wieder aus dem östlichen Ruhrgebiet verabschiedet.

Einsatztechnisch kehrt in Düsseldorf für den ET420 wieder das Schonprogramm mit kurzzeitigen HVZ-Einsätzen auf der S68 (sowie der westlichen S1 nach Solingen) zurück. Das die Düsseldorfer 420er imstande sind mehr als das zu leisten, konnte das Werk am Abstellbahnhof die vergangenen Monate aber eindrücklich beweisen.



München

Etwas schwerer tut sich da das Werk in München-Steinhausen seinen Bestand an 420er am Laufen zu halten. Das neue, erweiterte Einsatzkonzept das seit dem kleinen Fahrplanwechsel das Ziel verfolgt, Personal und Technik besser aufeinander einspielen lassen zu können, hat noch nicht den gewünschten Effekt erzielt. So ist im Grunde eine vollständige Ausfüllung aller vorgesehenen Umläufe mit ET420 so gut wie nie gegeben. Es ist zu jeder Zeit auf den entsprechenden Trassen mit ET423 in ET420-Plänen zu rechnen.

Weiterhin werden die Planleistungen auf der S4 und S20 am deutlichsten von der Baureihe 420 besetzt. Bei den HVZ-Einsätzen auf der S2 zwischen Dachau und Altomünster reicht es zumeist nur für eine der beiden Leistungen. Bei den S2-Einsätzen bleiben sowohl wochentags als auch am Wochenende die Einsätze mit 420 zuweilen vollständig aus. Die Wochenendpläne erlauben den Austausch der Fahrzeuge in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die 420 können also auch durchaus nur an einem der beiden Tage auf der S2 auftauchen und das auch nur auf einem oder doch auf beiden geplanten Umläufen.

Für die Wochenendeinsätze wurden alle Führerstände mit einfachen Zielschildern ausgestattet, die ins Fenster gestellt werden. Bislang ist das Aufspielen der neuen Ziele im FIS der Fahrzeuge nicht erfolgt. Für die Wochenendumläufe sind immer zwei Vollzüge geplant. Der Fahrplan wurde dahingehend geändert, dass zum Ausschwenken der Fahrzeuge am Ostbahnhof Leistungen der S6 bis Erding verlängert wurden, die der regulären S2 auf der Stammstrecke direkt nachfolgen. Den Wochenendplan hat Frederik Buchleitner auf seiner Webseite Tramreport veröffentlicht:
» Fahrplan - 420 auf der S2 (Wochenende) [PDF]

Eine Fahrplantabelle mit allen vorgesehenen 420er-Leistungen ist auch in dieser Darstellung erhältlich:
» Kursbuchtabelle 999.2 mit ET420 [PDF]

Bisherige Beobachtungen bestätigten das hier erwähnte unstetige Auftauchen auf den geplanten Leistungen.


Ganz andere Beobachtungen konnte man am 17. September ganz woanders in der Republik machen: Die beiden Ex-Frankfurter 420 432 und 420 480 wurden an jenem Tag von ihrem Stillstands-Domizil an der Ostsee zurück auf das Festland gebracht. Kurz gesagt, es ging ohne eigenen Antrieb, gezogen von 139 558 von Railadventure von Mukran zum fernen AW in Nürnberg.

Dabei führte der Weg auch durch Greifswald, wie diese DSO-Sichtung zeigt:
» RADVE 139 558 mit 2x ET 420 in Greifswald von "KBS100"



16.07.2017 +++ Meldungen

München

Nach Jahren des Kahlschlags in den Reihen des 420er-Bestands ist es doch schon bemerkenswert wenn man von einem absehbaren Zuwachs an ET420 im Betriebsdienst sprechen kann. Das ungeliebte Stillstandsmanagement wirkt da plötzlich Wunder und vermag zum Aufwärtstrend bei der Baureihe 420 zu helfen.
Jedenfalls war in Sachen Reaktivierung in den vergangenen Wochen einiges in Bewegung geraten im wörtlichen Sinne sogar.

Desweiteren ist die gemütliche Phase der Teilzeitarbeit nun auch für die Münchner 420er vorbei. Seit dem Wochenende des 24./25. Juni 2017 gehen Münchner Einheiten zu bislang ungewohnten Zeiten auf Fahrt und bereisen Strecken die einen 420 im Alltagseinsatz seit entweder einem oder gar beinahe 15 Jahren nicht mehr gesehen hatten.

Das erweiterte Betriebsprogramm sieht je zwei Planleistungen über das ganze Wochenende auf der gesamten S2 zwischen Petershausen/Altomünster und Markt Schwaben/Erding vor. Mit je zwei Vollzügen wird damit vier Einheiten und dem Personal die Möglichkeit gegeben, sich im dauerhaften Einsatz für größere Aufgaben einarbeiten zu können.

Neben den beiden Wochenendumläufen sollen die 420er auch in die Planeinsätze als werktägliche Kurzpendel auf den S2-Abschnitt Dachau Bahnhof - Altomünster zurückkehren. Damit gibt es auch wieder die Zuführungsleistungen als Lt von Altomünster ins Werk Steinhausen (Samstagmorgen) und zurück nach Altomünster (Sonntagabend). Die Wochenendleistungen auf der S2 sind umlauftechnisch nicht mit den Werktagsleistungen der HVZ-S2 verknüpft. Weiterhin soll - bei möglichst hoher Verfügbarkeit - auch das HVZ-Programm auf der S4/S20 gefahren werden. Dadurch ergibt sich in der Fahrzeugdisposition auch wieder die Notwendigkeit einer Zuführungsleistung auf der S4 in der Nacht vom Sonn- auf den Montag. Diese, wie natürlich auch die Wochenendleistungen auf der S2 führen die 420er wieder planmäßig über die gesamte Stammstrecke - samt Innenstadttunnel versteht sich.



Düsseldorf

Die Wochenendeinsätze der Düsseldorfer 420 auf dem östlichsten Teilstück der S1 neigen sich dagegen allmählich dem Ende entgegen. Die Maßnahmen gegen eine anscheinend schnelle Entflammbarkeit des ET422 greifen allmählich, denn die Anpassungsarbeiten haben begonnen. Die Fahrplanauskunft bleibt sicherheitshalber in der Prognose skeptisch und gibt der Linienteilung der S1, sowie der Linienverkürzung der S4 (Do-Lütgendortmund) noch bis zum Ende dieser Fahrplanperiode Zeit.



Stockholm

12 Jahre nach dem frühzeitigen Abschied der Baureihe 420 aus den Diensten der Stockholmer S-Bahn, ging jetzt nach dem zwischenzeitlichen Ende der X1-Baureihe eine weitere klassische Pendeltåg-Baureihe in den Ruhestand: Die Baureihe X10.

Am 31. März endete der reguläre Einsatz in Stockholm. Ein großer Teil des Bestands wurde verschrottet, während einige Einheiten nochmals für Aufgaben im Vorortverkehr anderer Regionen Schwedens gewonnen werden konnten. Eisenbahner und Eisenbahnfreunde aus dem Großraum Stockholm konnten am 11. Mai des Jahres dann noch eine Abschieds-Sonderfahrt mit X10 3181 organisieren. Eine Museumsgarnitur wird es jedoch für weitere Fahrten nicht geben.
Die Abberufung des X10 nach 35 Einsatzjahren in Stockholm zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Zufall, denn für das Stockholmer Pendeltåg-System läutet das Jahr 2017 eine Zeitenwende ein: Das Tunnelprojekt "Citybanan" konnte erfolgreich abgeschlossen und die neue "Stammstrecke" durch das Stockholmer Zentrum am Montag dem 10. Juli 2017 dem Regelbetrieb übergeben werden. Die neue Tunnelstrecke ersetzt für die S-Bahn die Trasse durch das zweigleisige Nadelöhr am Gamla Stan (der historischen Altstadt), welche sie sich bislang im Zulauf auf den Hauptbahnhof mit dem übrigen Fern- und Güterverkehr teilen musste. Die neue Tunnelstrecke ist für den Zugleitbetrieb mit ETCS ausgelegt und die Tunnelstationen mit einer Bahnsteigschleuse auf die Zugkonfiguation der Nachfolgebaureihe X60 (entspricht dem Alstom-Modell "Coradia Lirex") zugeschnitten worden. Für den X10 bedeutete die neue Epoche also den Abschied aus Stockholm.

Der X10 (schwed.: Pendeltåg) wurde Anfang der 1980er Jahre als Weiterentwicklung des X1 nach dem damaligen Stand der Technik konzipiert und ab 1982 an die Schwedische Staatsbahn (SJ) ausgeliefert. In der Zeitspanne von 11 Jahren wurden 101 Einheiten hergestellt. Zunächst nur auf die Bedürfnisse des Stockholmer Pendeltåg-Netzes zugeschnitten, erhielten auch die Vorortbahnen der beiden anderen schwedischen Ballungsräume um Göteborg und Malmö diese leistungsfähige Baureihe. Da der Traktionswandel zu Beginn der 1990er sich für ganz Schweden abzeichnete, wurden weitere Regionen mit X10 beliefert, wobei die Stückzahlen in der Provinz meist überschaubar blieben.

Eine Einheit besteht wie schon beim X1 aus zwei Wagen, wobei nur einer davon motorisiert ist. Als S-Bahnfahrzeug weist die Motorisierung dennoch eine ausreichend hohe Leistungsfähigkeit für rasche Beschleunigung und Verzögerung auf. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h, doch trotz des Leistungs- und Altersunterschied zum X1, konnten beide Baureihen gekuppelt in einem Zugverband eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Anforderungen in den verschiedenen Einsatzgebieten führten in den Folgejahren zu unterschiedlichen Entwicklungen bei den Fahrzeugparks. Trotz eines späteren Redesigns des Fahrgastraums, blieben die Stockholmer Fahrzeuge in der Grundkonzeption als Massenverkehrsmittel einer Großstadt bis zuletzt fast unverändert. Dagegen entwickelte sich die Konzeption der Fahrzeuge in den übrigen Einsatzgebieten durch zahlreiche Anpassungsarbeiten und Umbauten in die Richtung regionaler Expresszüge, für z.T. auch weitere Distanzen. Letztendlich wurden alle diese Fahrzeuge in eine neue Baureihe X11 umgezeichnet, während der X10 in Stockholm das blieb was er schon immer war: Ein S-Bahntriebwagen mit vielen Einstiegen (drei Tür je Wagenseite), ohne WC und mit einer relativ spartanischen Inneneinrichtung, die bei kurzer Verweildauer völlig ausreichend ist.

Obwohl der X10 sich in der Stockholmer Ausführung eigentlich nur für typische S-Bahndienste empfahl, kam es Anfang der 1990er Jahre zu einem kuriosen Fahrzeugverleih nach Norwegen. Dort wurden die X10 auf der spektakulären Flåmsbanan für den touristischen Verkehr eingesetzt. Die Einsätze beschränkten sich jedoch auf die nachfragestarke Sommerzeit, wodurch der Fahrzeugmehrbedarf abgedeckt werden konnte.

Der X10 bewährte sich im Alltagsdienst so gut, das die Fahrzeugkonzeption sich für eine weiterentwickelte Variante für den Regionalverkehr auf mittlere Distanzen empfahl. Anfang der 1990er wurde die Baureihe X12 für diese Zwecke in Dienst gestellt. Eine gewisse Parallele zur Baureihe 420 ist dabei insofern erkennbar, das in den 1970er-Jahren bei der Bundesbahn ebenfalls ernsthaft an eine weiterentwickelte Regionalzug-Variante gedacht wurde. Der äußere Effekt wäre letztendlich der gleiche wie bei X10 und X12 gewesen: Sie hätten sich trotz unterschiedlicher Konfiguration, dennoch und insbesondere an den Fahrzeugfronten zum verwechseln geähnelt.

Der Stockholmer X10 wurde mit dem gleichen Farbschema ausgeliefert, wie es bereits die alleine in Stockholm beheimateten X1-Garnituren trugen: Einer dunkelblauen Lackierung mit einem mittig umlaufenden, breiten Zierstreifen in Weiß. Als im Jahre 2003 für kurze Zeit als dritter im Bunde die Baureihe 420 zur Stockholmer S-Bahn dazu stieß, galt für den X10 bereits ein neues Farbschema in silber (Fahrzeugkasten) und hellblau (Front- und Türbereich). Der "neue" X420 wurde indes mit dem traditionellen Farbschema ausgestattet, welche zu diesem Zeitpunkt auch noch die X1-Garnituren zierten.

Um Verwechslungen mit einem ganz anderen Triebwagen im Stockholmer Vorortnetz auszuschließen, sei noch die kleinspurige Baureihe X10p erwähnt, die weiterhin bei den Roslagsbahnen im Nord-Osten Stockholms unterwegs ist. Mit dem X10 teilen diese Fahrzeuge alleine die Epoche ihrer Entstehung und die Tatsache im Großraum Stockholm in Diensten der SL zu stehen, bzw. gestanden zu haben.

Järnväg.net über den X10 (in schwedisch):
» Pendeltåg av 1980-talstyp



Johan Hellströms Pendeltåg-Webseite (in schwedisch):
» X10 auf www.lokman.se



Avskedstur med X10 pendeltåg - Abschiedsfahrt X10:
» Youtube-Video
» Youtube-Video
» Youtube-Video



DSO-Beitrag zu den Einsätzen auf der Flåmsbanan 1998, wo X10 3181 angetroffen wurde. Genau die Garnitur, die 19 Jahre später der Abschiedszug war:
» Bildbericht von Helmut Philipp



Trafikverket zum Projekt Citybanan (in schwedisch):
» www.trafikverket.se



Willkommen bei ET420-Online

Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Ein Frankfurter - jetzt als Museumszug in Gießen:

Gießen am 20. Mai 2015. Was bei 420 293 auf der letzten Fahrt durch Frankfurt mit einer Girlande endete, begann wieder mit Girlande an 420 298 der in das nächste Zeitalter nach Gießen startete.

Foto: Nick Zortea


Ein 420er Gießen? Wie kommt der denn dort hin?
Die Frage soll hier beantwortet werden.

In der Tat, Gießen hatte in Bezug auf die Baureihe 420 bislang keine gemeinsame Geschichte. Bislang!
Denn seit dem 20. Mai 2015 können mit 420 298 die Oberhessischen Eisenbahnfreunde (kurz OEF) genau einen 420er mehr vorweisen als Frankfurt am Main, die ehemalige Hochburg des 420er. Dort verabschiedete sich der ET420 in der Nacht auf Montag, den 3. November 2014 nach einem Rund 40 Jahre währenden Dauereinsatz aus der Region.
Danach begann schon bald eine umfangreiche Verschrottungsaktion. Nahezu der gesamte Bestand an Frankfurter 420er, die im Jahre 2014 dort noch beheimatet waren, sind mittlerweile dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt worden. Indes: 420 298 erfreut sich weiter bester Gesundheit. Und wie es zu diesem glücklichen Umstand kam, das soll im Folgenden geschildert werden.

Die Vorgeschichte

Bereits frühzeitig zeichnete sich in Frankfurt das Interesse zum Erhalt eines 420er ab, da schon zur Jahrtausendwende erstmals die mittel- bis langfristige Ablösung dieser Baureihe auch an diesem Standort zur erwarten war. Vielleicht war man mit dem Vorhaben etwas seiner Zeit voraus, möglicherweise waren es aber auch andere Gründe warum die Absicht im Sande verlief, sich einen zukünftigen Museumszug zu sichern. Im Gespräch waren die Fahrzeuge 420 201 oder 420 250, die als Fahrzeuge der 3. Bauserie in die engere Wahl kamen. Sie galten als frühe Vertreter der Frankfurter S-Bahn, da zum Zeitpunkt der Jahrhundertwende alle Fahrzeuge der noch älteren Gründergeneration aus der 2. Bauserie bereits nach München abgegeben waren. Neben diesen historischen Aspekten und seinem allgemein guten Zustand schien 420 250 auch deshalb in die engere Wahl gekommen zu sein, da er mit relativ frischer Revision und abgeschlossener Rahmensanierung einen problemlosen Einsatz und pflegeleichten Unterhalt auf lange Zeit versprach.

Neben möglicherweise internen Hindernissen waren es vor allem Entwicklungen "von außen" die das Vorhaben scheitern ließen. Die große Zeit Hartmut Mehdorns war angebrochen, in der privates Engagement über das Tagesgeschäft hinaus im günstigsten Fall noch mit Gleichgültigkeit, oftmals aber mit Argwohn wenn nicht sogar aktiver Gegenwehr zu rechnen hatte. Die Aufbewahrung und Pflege eines "veralteten Zuges" konnte von manchen dynamischen Zeitgenossen als Bedrohung verstanden werden: Solche Vorhaben schienen nicht nur der heiligen Rendite entgegen zu stehen, sie wurden als Hindernis auf dem Weg zum sehnlichst erhofften Image als moderner Logistikkonzern betrachtet.
So passte es in jene Zeit das 420 250 trotz aller zuvor erfolgten Investitionen, wie die Rahmensanierung und das Innenraum-Redesign, dennoch nach schon der Hälfte der laufenden Frist an DB Regio NRW zwecks Ersatzteilgewinnung verkauft und alsbald dann verschrottet wurde. Zur gleichen Zeit ging 420 201 ebenfalls den Weg des alten Aluminiums. Das Großreinemachen hatte nebenbei den sicherlich nicht ganz unerwünschten Effekt, dass jedwede Art an Engagement zum Erhalt solcher Fahrzeuge im Großraum Rhein-Main nachhaltig im Keim erstickt werden konnten.

Selbst in der späten Phase, als sich die S-Bahn Frankfurt mit neuer Werkstatt, stabilen Fahrzeugbestand und wieder aufgefrischten Fahrzeugen konsolidierte, wagte man sich nicht nochmals an ein ähnliches Vorhaben zum langfristigen Erhalt eines 420 für die Mainmetropole. Mit der letzten Runde von 420 293 und 420 309 in der Nacht zum 3. November 2014 schien ein bedeutendes Kapitel der Frankfurter Verkehrsgeschichte still und leise für immer geschlossen worden zu sein. Die Spuren drohten sich schnell zu verwischen.

Rettung in letzter Sekunde

Als in dieser Zeit das Verschrottungsprogramm für die Frankfurter 420er allmählich ins Laufen kam, war es zum handeln höchste Eisenbahn geworden. Durch das im Rahmen der Aktion "Bahnazubis gegen Hass und Gewalt" im Dezember 2012 initiierte Projekt, 420 350 als Werbebotschafter in auffälliger Folienbeklebung auf Fahrt zu schicken, hatte der Frankfurter Lokführer Nick Zortea bereits den richtigen Draht zu den wohlwollenden Stellen aufbauen können. Aus der Idee und dem guten Willen musste aber noch ein Konzept entwickelt werden. Bei der Suche nach geeigneten Partnern traf man mit den Oberhessischen Eisenbahnfreunden aus Gießen auf die richtigen Mitstreiter. Diese erklärten sich bereit, einem 420er als Leihgabe des DB Museums eine dauerhafte Bleibe zu bieten.

Nun begann in Frankfurt das Ausschlussverfahren zur Ermittlung des Fahrzeugs im besterhaltenen Zustand. In enger Abstimmung mit der S-Bahn Werkstatt war Nick Zortea bei der Suche und der Prüfung einiger vielversprechender Kandidaten schließlich zum Entscheid für 420 298 gelangt. "Dank der S-Bahn Rhein Main wurde uns wohl der beste Triebzug gegeben, denn bisher gab es kein schwerwiegendes Problem" ist sein Fazit heute. Als dann die Überführung bevorstand wollte er wieder ein Zeichen setzen.

Nick Zortea war auch der Lokführer der in jener Novembernacht 2014 die letzte Fahrt von 420 293 und 420 309 im Regelbetrieb fahren durfte: Diese ging auf den letzten Runden von Offenbach nach Wiesbaden, von Wiesbaden nach Hanau und von dort mitten in der Nacht als Leerzug nach Offenbach Gbf zur endgültigen Abstellung. Für jenen Tag hatte er eine Girlande angefertigt, welche den Zug auf den letzten Kilometern zierte.
So wie in den letzten Betriebsstunden die Girlande ein weit sichtbares Zeichen der Zäsur war, so wurde sie bei der anstehenden Überführung als Zeichen eines Neuanfangs an 420 298 wieder angebracht. Eine angefertigte Zugzielrolle mit dem Ziel "Auf ins Museum" durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Vorlage dazu lieferte die besondere Beschilderung an 420 001, der am 18. April 2010 sich mit dem Titel "Auf in den Ruhestand" mit ablaufender Frist zeitweilig verabschiedete.

Eine Wiederkehr durch den Auszug nach Gießen

Am 20. Mai 2015 war es soweit: Die Überführung nach Gießen konnte beginnen. Der Weg führte von Frankfurt Außenbahnhof über Friedberg nach Gießen. "Dort erwarteten uns viele Fans und die Presse, welche einen Artikel in der Zeitung abdruckte" so Nick Zortea. Als dann der Hofhund (Köf3) anrückte, wurde der 420 auf das Gelände geschoben. Seit diesem Tag ist der Frankfurter S-Bahntriebwagen ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
So wurde er bereits auf dem Pfingstfest 2015 ausgestellt. Zuvor hatte das engagierte Team Rund um den Frankfurter Lokführer das Fahrzeug innen und außen gereinigt und die Zugsitze des B-Teils poliert.

Zur ersten kleinen Sonderfahrt kam es am 22. August 2015, als 420 298 den Zubringerdienst von Friedberg nach Gießen leisten durfte, um die Fahrgäste zu den Schienenbussen der OEF zu bringen welche dann zu einem Ausflug nach Boppard starteten. Die erste Sonderfahrt in dem der 420er allein im Mittelpunkt stand, startete zu Halloween am 7. November 2015 zur Burg Frankenstein unter dem Motto "Die S-Bahn des Grauens". Dazu wurde ein Endwagen passend stimmungsvoll geschmückt: Orangenes Licht, bunte Lichteffekte, Spinnweben, herum hängende Gliedmaßen und eine riesen Spinne welche den Bereich vor dem Führerstand bewachte. Da nach Halloween der Triebzug zunächst wieder still stand, legten einige Teammitglieder zusammen um eine Probefahrt durchführen zu können. "Wir fuhren am 06.02.2016 von Gießen über Friedberg nach Frankfurt um dort das erste Mal wieder durch die Stammstrecke zu fahren" so Nick Zortea. Ab Offenbach Ost ging es weiter nach Hanau Hbf. Nach der Wende im Abstellgleis ging es wieder zurück. Äußerst beeindruckend war es für alle Beteiligten ab Frankfurt Hbf (tief) über Galluswarte Messe und West zu fahren.
"Alles immer ohne Störung!" betont Zortea.
"Für mich war es eine riesen Ehre die letzte und die erste Fahrt durch den Tunnel zu führen, sowie die Überführung ins Museum."

Und so kann es weitergehen

Der erste Schritt zum Erhalt des Fahrzeugs ist gelungen. 420 298 präsentiert sich nunmehr im Zustand seiner letzten Einsatzjahre, also in verkehrsroter Lackierung und bei der Innenraumgestaltung nach dem Redesign-Programm der 1990er Jahre. Ein zweites, leichteres Redesign-Programm zur Auffrischung hatte 420 298, wie alle Frankfurter 420er seinerzeit, um das Jahr 2008 erhalten. Erkennbar ist das in erster Linie an den blauen Sitzpolstern, die das aktuelle Designmuster von DB Regio widerspiegeln.
Für 420 298 könnte längerfristig eine Umgestaltung in den Zustand der "Produktdesign-Ära" der späten Bundesbahn in Frage kommen. Neben der Lackierung in lichtgrau mit orangenen Fensterband und gelben Absetzstreifen, würden grüne und dunkelblaue Sitzpolster (letztere war die Farbe der 1. Klasse) bei bestehender Innenraumausstattung diese Epoche repräsentieren.
Für ein solches Vorhaben wären jedoch erhebliche Mittel notwendig, die hauptsächlich durch Spenden erbracht werden müssten. So steht dieses Vorhaben hinter den notwendigen Maßnahmen und Aufwendungen die zu Pflege und Erhalt aufgewendet werden müssen. Spenden und tatkräftige Unterstützung dazu sind natürlich stets willkommen.

Durch Sonderfahrten soll das Fahrzeug in Schwung bleiben und so öfters auch in seiner alten Heimat vorbeischauen können. Ein Glücksfall für alle die die verkehrsgeschichtliche Bedeutung des 420 für Frankfurt erkannt haben. Denn im Grunde war es schon 5 nach 12, als für Frankfurt doch noch ein 420er gerettet werden konnte. Es sei daran erinnert, dass dies die S-Bahn-Fahrzeuge der ersten Stunde waren. Sie hatten in den vergangenen Jahrzehnten ihren Teil für die dynamische Entwicklung der Region an Rhein und Main beigetragen. Ohne 420 wäre damals eine S-Bahn für Frankfurt nicht denkbar gewesen. Ohne S-Bahn wiederum wären keine schnellen und häufigen Verbindungen möglich geworden. Und wer glaubt der Frankfurter Flughafen hätte als wichtigste Verkehrsdrehscheibe der Bundesrepublik ohne schnelle S-Bahnverbindung zur Innenstadt und zum Hauptbahnhof diesen Status dennoch erreichen können, der steht mental für immer und ewig unrettbar verloren im Dauerstau vor dem Frankfurter Kreuz.

Die Baureihe 420 ist als verkehrsgeschichtliches Denkmal für die Handels- und Bankenmetropole Frankfurt erhalten geblieben. Dies wird in Zukunft sicherlich noch stärker zu würdigen sein, als jetzt schon ohnehin!

Vielen Dank allen engagierten Mitstreiter um die Oberhessischen Eisenbahnfreunde, sowie alle bekannten und unbekannten Helfern. Und natürlich nicht zuletzt dem Frankfurter Lokführer Nick Zortea.



Bilder zu den Arbeitseinsätzen des betreuenden Teams mit Vorher/Nachhereffekt sind hier zu sehen:
» www.facebook.com/et420298/

Einen Blog über die Halloweenfahrt sowie die weiteren Termine zu Sonderfahrten der OEF finden Sie unter:
» www.oef-online.de



Sichtungsbilder zur Überführungsfahrt am 20. Mai 2015.
» DSO-Beitrag: 420 298/798 zwischen Bruchenbrücken und Friedberg von Wolfgang Böhme.

» DSO-Beiträge: 420 298 Ankunft in Gießen - ein Bilderbogen (Beiträge von zwei verschiedene Usern).


Düsseldorf

Alle Umläufe fallweise mit 420er (zumeist Vollzüge) oder 143er mit x-Wagen.

Eine Besonderheit der S68 ist die Konzentration auf die sog. "Lastrichtung" zur HVZ von und nach Düsseldorf Hbf im Abschnitt zwischen Wuppertal und Düsseldorf. Das bedeutet das die meisten Züge ihre Fahrgäste morgens nur von Vohwinkel nach Düsseldorf bringen und am Nachmittag wieder von Düsseldorf weg in Richtung Vohwinkel. Die Leistungen gegen die jeweilige Lastrichtung werden in diesem Abschnitt als Leerzüge (kurz: Lt) gefahren.


HVZ am Morgen

S68   ULP 1 - Montag bis Freitag


Lt 73063

Düsseldorf Hbf
ab 5:25     
Langenfeld (Rhld)
an 6:02

S 31861

Langenfeld (Rhld)
ab 6:16
Düsseldorf Hbf
an 6:40
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:05 als Lt

S 31870

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:16        
Düsseldorf Hbf
ab 7:40
Langenfeld (Rhld)
an 8:03

S 31873

Langenfeld (Rhld)
ab 8:16     
Düsseldorf Hbf
an 8:40


S68   ULP 2 - Montag bis Freitag


S 31860

Düsseldorf Hbf
ab 6:00     
Langenfeld (Rhld)
an 6:23

S 31863

Langenfeld (Rhld)
ab 6:36
Düsseldorf Hbf
an 7:00
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:25 als Lt

S 31872

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:36        
Düsseldorf Hbf
ab 8:00
Langenfeld (Rhld)
an 8:23

S 31875

Langenfeld (Rhld)
ab 8:36     
Düsseldorf Hbf
an 9:00


S68   ULP 3 - Montag bis Freitag


S 31862

Düsseldorf Hbf
ab 6:20     
Langenfeld (Rhld)
an 6:43

S 31865

Langenfeld (Rhld)
ab 6:56
Düsseldorf Hbf
an 7:20
Wuppertal-Vohwinkel
an 7:23 als Lt

S 31874

Wuppertal-Vohwinkel
ab 7:56        
Düsseldorf Hbf
ab 8:18


S68   ULP 4 - Montag bis Freitag


Lt 73073

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:13 als Lt

S 31864

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:16        
Düsseldorf Hbf
ab 6:40
Langenfeld (Rhld)
an 7:03

S 31867

Langenfeld (Rhld)
ab 7:16
Düsseldorf Hbf
an 7:40
Wuppertal-Vohwinkel
an 8:03 als Lt

S 31876

Wuppertal-Vohwinkel
ab 8:16        
Düsseldorf Hbf
ab 8:38


S68   ULP 5 - Montag bis Freitag


Lt 73060

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:33 als Lt

S 31866

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:36        
Düsseldorf Hbf
ab 7:00
Langenfeld (Rhld)
an 7:23

S 31869

Langenfeld (Rhld)
ab 7:36     
Düsseldorf Hbf
an 8:00


S68   ULP 6 - Montag bis Freitag


Lt 73062

Wuppertal-Vohwinkel
an 6:40 als Lt

S 31868

Wuppertal-Vohwinkel
ab 6:56         
Düsseldorf Hbf
ab 7:20
Langenfeld (Rhld)
an 7:43

S 31871

Langenfeld (Rhld)
ab 7:56     
Düsseldorf Hbf
an 8:20


S1   ULP - Montag bis Freitag


Lt 73053

Solingen Hbf
an 7:17 als Lt

S 31163

Solingen Hbf
ab 7:23            
Düsseldorf Hbf
ab 7:44




HVZ am Nachmittag

S68   ULP 1 - Montag bis Freitag


S 31878

Düsseldorf Hbf
an 15:20    
Langenfeld (Rhld)
an 15:43

S 31877

Langenfeld (Rhld)
ab 15:56        
Düsseldorf Hbf
ab 16:21
Wuppertal-Vohwinkel
an 16:44

S 31890

Wuppertal-Vohwinkel
ab 16:55 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 17:20
Langenfeld (Rhld)
an 17:43

S 31889

Langenfeld (Rhld)
ab 17:56     
Düsseldorf Hbf
an 18:20


S68   ULP 2 - Montag bis Freitag


S 31880

Düsseldorf Hbf
an 15:40    
Langenfeld (Rhld)
an 16:03

S 31879

Langenfeld (Rhld)
ab 16:16        
Düsseldorf Hbf
ab 16:41
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:04

S 31892

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:16 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 17:40
Langenfeld (Rhld)
an 18:03

S 31891

Langenfeld (Rhld)
ab 18:16     
Düsseldorf Hbf
an 18:40


S68   ULP 3 - Montag bis Freitag


S 31882

Düsseldorf Hbf
an 16:00    
Langenfeld (Rhld)
an 16:23

S 31881

Langenfeld (Rhld)
ab 16:36        
Düsseldorf Hbf
ab 17:01
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:24

S 31894

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:36 als Lt
Düsseldorf Hbf
ab 18:00
Langenfeld (Rhld)
an 18:23

S 31893

Langenfeld (Rhld)
ab 18:56     
Düsseldorf Hbf
an 19:20


S68   ULP 4 - Montag bis Freitag


S 31884

Düsseldorf Hbf
an 16:20     
Langenfeld (Rhld)
an 16:43

S 31883

Langenfeld (Rhld)
ab 16:56         
Düsseldorf Hbf
ab 17:21
Wuppertal-Vohwinkel
an 17:44

Lt 73059

Wuppertal-Vohwinkel
ab 17:55 weiter


S68   ULP 5 - Montag bis Freitag


S 31886

Düsseldorf Hbf
an 16:40    
Langenfeld (Rhld)
an 17:03

S 31885

Langenfeld (Rhld)
ab 17:16        
Düsseldorf Hbf
ab 17:41
Wuppertal-Vohwinkel
an 18:04

Lt 73061

Wuppertal-Vohwinkel
ab 18:20        


S68   ULP 6 - Montag bis Freitag


S 31888

Düsseldorf Hbf
an 17:00     
Langenfeld (Rhld)
an 17:23

S 31887

Langenfeld (Rhld)
ab 17:36        
Düsseldorf Hbf
an 18:00
Wuppertal-Langerfeld
an 18:20 als Lt


S1   ULP - Montag bis Freitag


S 31160

Düsseldorf Wehrhahn
ab 16:12
Düsseldorf Hbf
ab 16:16
Solingen Hbf
an 16:38         

Lt 31018

Solingen Hbf
ab 16:43
Düsseldorf Hbf
an 17:05




 Text: Dirk Mattner


Wegweiser



420 298 - Ab in den Tunnel
Bild: Ab in den Tunnel mit 420 298

Hoffentlich bald wieder unterwegs!

Die für den 11.06.2016 geplante Sonderfahrt mit dem ET 420 durch das Kerngebiet der Frankfurter S-Bahn mit ihren Tunnelabschnitten, musste leider verschoben werden.
Es wird ein neuer Termin angestrebt und so harren alle Fans, das Team um 420 298 und die OEF Gießen den kommenden Ereignissen entgegen.

» OEF Gießen - Termine


Auf ein baldiges Hp1!



420 Einsatzplan München (pdf)
Bild: 420 Einsatzplan München als PDF-Datei

Auf der Webseite des tramreports wird ein Übersichtsplan aller planmäßigen Einsätze der Baureihe 420 in Diensten der S-Bahn München gezeigt. Aktuell sind die Einsätze auf der S2 sehr rar, dagegen sind die auf der S4/S20 sehr zuverlässig.

» www.tramreport.de




X420 i Stockholm

Von Ende 2001 bis Ende 2005 war die Baureihe 420 auch in Schweden heimisch. Unter der Bezeichnung "X420" waren 15 Einheiten aus Münchner Beständen als "Pendeltåg" im Dienste des Stockholmer S-Bahnsystems im Einsatz.

Johan Hellström dokumentiert in seiner Webseite "Lokman.se" diese zwar kurze, doch sehr interessante Episode des ET420 im Stockholmer Nahverkehr. Es werden alle 15 in Stockholm eingesetzten Triebwagen der Deutschen Bahn AG eingehend dokumentiert.

» Lokman.se | X420 (DE)




40 Jahre S-Bahn München
Bild: 40 Jahre S-Bahn München

Zur offiziellen 40-Jahr-Feier der Münchner S-Bahn am 2. Juni war 420 001 rechtzeitig wieder zur Stelle und nahm bei der "Sternfahrt" aus den westlichen Linienästen als Festzug teil.

Bilder aus DSO - 4(2)0 Jahre S-Bahn München:
» 40 Jahrfeier, 2. Juni 2012

Bilder bei der IGS München:
» 40 Jahre S-Bahn München




Frankfurt - "Bye, bye S3"
Bild: 420er-Dämmerung auf der S3

In der Nacht vom Samstag, dem 27. zum Sonntag, dem 28. März 2010 erfolgte die Umstellung des Betriebs von der Baureihe 420 auf die Baureihe 423. Dazu hier Fotos vom letzten Einsatztag auf DSO.



ET420 Plus - Spezial
420 900-3 mit Wortmarke [klick]




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DSO