ET420-Online im Rückblick - November 2007
Aktuell +++
29.11.2007 +++ Nachtrag
Versprochen ist versprochen!
Die Startseiten des Jahres 2006 stehen jetzt im Archiv zur Einsicht bereit:
» ET420-Online Archiv

24.11.2007 +++ Jubiläum
Bild: 2000 - 2007 :: 7 Jahre ET420-Online
Sieben Jahre ist es nun her das der ET420 online gegangen ist.
Und wie in den vergangenen sieben Jahren so oft geschehen, kommt der Autor mit seinen selbstgestellten Aufgaben nicht hinterher. Heute sollte eigentlich in dem Startseiten-Archiv das Jahr 2006 endlich hinzu kommen. Und was ist geschehen? Richtig! Banane!

OK, ich hole das in Kürze nach.
Ein Versprechen, das auch schon in den letzten 7 Jahren an vielen Stellen öfters gemacht wurde. Insofern kann das 7. Jahr nicht wirklich als verflixter bezeichnet werden, wie die anderen zuvor. ;-)

15.11.2007 +++ Meldungen
Bild: 420 389 mit FIS-Displays © www.et420nrw.tk
Seit Ende September dieses Jahres kann man an Rhein und Ruhr bei 420 389 neu installierte Monitore für ein Fahrgast-Informations-System (FIS) bewundern. Die Flachbildschirme haben große Ähnlichkeit mit den bei div. Doppelstockwagen verwendeten Modellen. Sie sind an den Führerstandsrückwänden eingelassen. In dem Mittelwagen sind diese Monitore nicht vorhanden. Bis heute wurde die neue Einrichtung auch noch nicht zur Fahrgastinformation verwendet. Weitere Informationen zu diesem Thema erhält man auf der Webseite Der ET420 in NRW, von dessen Webmaster auch das Bild oben von 420 389 stammt.

Die unerfreuliche Nachricht diesmal am Schluss:
Nachdem in den vergangenen Wochen in Essen Waldhausen bereits 420 227 verschrottet wurde, ereilte nun auch 420 230 das Ende auf dem Bw-Gelände vor Ort.

28.10.2007 +++ Meldungen
Das in Frankfurt das Wort "Hauptuntersuchung" neuerdings wieder in das dortige Vokabular zurückgefunden hat, klang bereits in der vorigen Meldung freudig an. Die Wiederentdeckung der HU macht jetzt weitere Fortschritte mit der erstaunlichen Entwicklung, das neuerdings auch im eigenen (modernen) Hause die 420 neue Fristen bekommen.

420 224   FF   04.10.2007

Damit ist in Frankfurt einem Ur-Frankfurter 420 das Leben wieder gegeben worden.

Vielen Dank an Christoph Jochmann, Lutz Lehmann, Jan-Nikolai Kühnen und Christian Stanski, die - teilweise unabhängig voneinander - diese Sichtung meldeten.

Christan Stanski rief dazu noch die besondere Historie dieses Fahrzeugs in Erinnerung:

"420 224 war im einstigen Eröffnungszug der Frankfurter S-Bahn eingereiht (420 263 führte den Zug an), welcher vom Hbf (hoch) zur Galluswarte und von dort (nachdem er an der Galluswarte Kopf machte) durch den Stamm zum damaligen Endpunkt Hauptwache fuhr."

Wie gesagt, 420 224 ist ein echter Frankfurter, wovon es nicht mehr viele im Bestand gibt. Neben der fortschreitenden Fluktuation in Frankfurt sind in diesem Jahr immerhin bislang drei Einheiten mit der lebensverlängernden Maßnahme einer HU bedacht worden.

Ebenfalls zum Thema "Frankfurt" passt die Erweiterung der Bilddokumentation in der Fahrzeugliste um die Einheit 420 290. Das Bild dazu steuerte Jörg Dittmer bei. Vielen Dank auch von dieser Stelle.
»Direktklick zu 420 290

26.09.2007 +++ Meldungen
Aus der Fahrzeugliste konnten Dank der tatkräftigen Mithilfe von Christian Stanski einige Karteileichen bei der 3. und 4. Bauserie entsorgt werden. So kann auch noch die Meldung einer Verschrottungsfahrt nachgereicht werden, die am 27.07. stattgefunden hatte. Mit auf dem Weg nach ins Nirvana via Trier-Ehrang waren 420 213, 420 217 und 420 237, gezogen von einer 110.

Eine erfreuliche Meldung gibt es aber auch aus Frankfurt zu berichten.
420 261 ist mit neuer HU aus Krefeld zurückgekehrt (KKROX 31.08.2007). Bis zu dieser Revision hatte der 421 dieser Einheit noch zwei Stromabnehmer. Doch einmal mehr hat sich das Aw Krefeld "kreativ" gezeigt und die seit 1989 geltende Regel aufgehoben, die den Rückbau des Stromabnehmers auf der Seite des B-Teils festschrieb. So ziert weiterhin ein SBS 67 das Dach über der 1.Klasse. Gratulation!

Vielen Dank an Christian für die Meldungen aus Frankfurt.


12.09.2007 +++ Linktipp
Banner: Der ET420 in NRW
Es gibt eine neue Webseite im Internet die sich die Baureihe 420 zum Thema gemacht hat. Spezialisiert auf die Einsatzgebiete in NRW, ist auf der Startseite folgendes zu lesen:

Da der Einsatz des ET 420 in NRW bislang auf keiner Internetseite dokumentiert wird und auch noch keine entsprechende Rubrik unter www.et420-online.de existiert , habe ich mich entschlossen dies nun auf einer eigenen Seite zu tun.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen und kann nur begrüßt werden.

Die Webseite über die Baureihe 420 in ihrem ureigensten "Revier" ist unter der Adresse https://www.et420nrw.tk erreichbar, oder einfach anklickbar über diesen
» Link.

Kleine Anmerkung.
Die Dokumentation zum Einsatz an Rhein und Ruhr bleibt natürlich auch für diese Seite in Planung. Aber, wie schon erwähnt: Das kann noch dauern…


13.06.2007 +++ Meldung
VRR Qualitätsbericht für 2006

Bereits vor einigen Wochen hat der VRR den aktuellen Qualitätsbericht für das Jahr 2006 veröffentlicht. Die erhobenen Daten und die Ergebnisse daraus sind recht aussagekräftig, da sie sich sowohl auf den harten Fakten des Betriebs (Auskunftspflichten der EVUs), wie auch auf Beurteilungen der Fahrgäste begründen. Beide Bereiche ergeben zusammen ein rundes Bild über die Situation des Schienenpersonennahverkehrs, SPNV.

Interessant sind auch die Betrachtungen und Vergleichsmöglichkeiten zu den einzelnen Regional- und S-Bahn Linien. Hier können auch Erkenntnisse über die Einsatzgebiete der Baureihe 420 gewonnen werden. Dabei ergibt sich ein erstaunlich differenziertes Bild.

Bei grober Betrachtung lässt sind in Sachen ET420 eine gute und eine schlechte Nachricht herauslesen. Die Gute zuerst: Die bedienten Linien sind im Schnitt nicht schlechter wie viele andere. Die Schlechte: Die bedienten Linien sind im Schnitt auch nicht besser wie die meisten anderen.

In Anbetracht der teilweise heftigen Kritiken, vornehmlich im Bereich der S7, fällt das Urteil wesentlich moderater für diesen schwierigen Einsatzbereich aus. Die S7 steht bei den Negativwerten keineswegs an Spitze!

Dennoch schlagen sowohl die bekannten Probleme, als auch die weniger durchschaubaren Fallstricke auf dieser Linie in der Verspätungsstatistik durch. Als Risikofaktoren sind die kurzen Wendezeiten an den Endbahnhöfen mittlerweile vielen bekannt, was aber trotz dieser Erkenntnisse die zuständigen Stellen nicht zum Handeln veranlasst hat.
Für Verwunderung sorgt da schon eher die auf Seite 8 dargestellte Gegenüberstellung von Zugausfällen in den Monaten April und November des vergangenen Jahres:

April 2006: 0,46% Ausfallquote
November 2006: 3,34% Ausfallquote

Beispieltag, 8. April 2006: Keine Ausfälle
Beispieltag, 24. November 2006: 20 Fahrten ausgefallen!

Die Ursachen, so kann man lesen, sind ausgerechnet bei der S7 nicht etwaige Bau- und Langsamfahrstellen ("Quote vorhersehbarer Ausfälle"). Die Gründe liegen hier tatsächlich in der Betriebsführung wozu auch die Unterhaltung der Fahrzeuge gehört. An dieser Stelle seinen ein paar Fragen erlaubt.
Im April, wie im November wurden die gleichen Fahrzeuge der Baureihe 420 auf der Strecke mit gleichen Umläufen eingesetzt. Wie kann es möglich sein, das die gleichen Fahrzeuge innerhalb von etwa einem halben Jahr nicht mehr die gleichen Leistungen bringen sollten? Wie kann es sein das mit den dort eingesetzten Fahrzeuge kein zuverlässiger Betrieb möglich ist, obwohl sie bis in die letzen Einsatztage an ihren früheren Standorten (vornehmlich Stuttgart) problemlos liefen? Ein Blick in die Verspätungsstatistik Stuttgarts, als einer der pünktlichsten Verkehrsbetriebe (auch vor 2005!) untermauert diese Feststellung eindrucksvoll.

Die Ursachen dieser dramatischen Schwankungen können vielschichtig sein, doch, es deutet der Bericht schon an, die Gründe sind wohl im organisatorischen Bereich zu suchen. Das Qualitätsmanagement von DB Regio und DB Netz stehen dabei in der Kritik. Das diese für die DB nicht folgenlos blieb, zeigten die Pressemeldungen, in denen von Mittelkürzungen und vom VRR einbehaltene Zuwendungen berichtet wurde.

Warum DB Regio vor Ort in den letzten Jahren so gehandelt hat, bleibt dem Betrachter schleierhaft. Sie ist sehenden Auges in die Misere gefahren, in der sie sich nun befindet. Mit einem stabileren Betriebsprogramm, einer besseren Pflege des Netzes und der Fahrzeuge (technisch, wie hygienisch) und einer offenen Informationspolitik (Stichwort "Service") hätte sie das verhindern können. Mit den Fahrzeugen der Baureihe 420 hatte sie alle Chancen gehabt, ein gutes Angebot auf die Beine zu stellen (Stichwort "Stuttgart"). Stattdessen hat sie nicht nur ihrem Ansehen (und das des ET420) in der Öffentlichkeit geschadet, sie hat ganz nebenbei ihre Chancen bei künftigen Ausschreibungen deutlich verschlechtert. Auch das kann man aus dem Bericht herauslesen, der wohlwollend das gute Abschneiden der Privatbahnen im Gesamtergebnis würdigt.

So etwas nennt man nicht nur in der Fachwelt einen 100%igen Managementfehler!

Wie wird es nun mit der S7 weiter gehen?
Die Lösung soll Ende des Jahres mit der Auflösung dieser Traditionslinie gefunden werden. Die S1 soll den südlichen Ast von Düsseldorf bis Solingen übernehmen. Der nördliche Ast bis zum Flughafen soll von der S11 übernommen werden. Das könnte zumindest eine Entlastung bringen, wenn die Wendezeiten bei diesen (wesentlich längeren!) Linien entsprechend dimensioniert sind. Im Endeffekt ist es aber ein Armutszeugnis. Eine S-Bahn Linie, die noch in den 70er, 80er und 90er Jahren, mit der Baureihe 420 einen besonderen Stellenwert im Großraum Düsseldorf genoss, muss eingestellt werden, weil es die heutigen Stellen nicht mehr vermögen einen zuvor gut 25 Jahre währenden Standart halten zu können.

Wer auch immer bei dieser Posse die Baureihe 420 als Sündenbock abstempeln möchte, der macht sich schon verdächtig die eigentlichen Ursachen nicht nennen zu wollen. Und das, obwohl nun für alle dieser Qualitätsbericht einsehbar ist.

» Qualitätsbericht SPNV 2006


06.05.2007 +++ Update
Bildercoulage: Neue ET420 Bilder
Das hat es schon lange nicht mehr gegeben: Neue Bilder für die Fahrzeugdokumentation! Neu dazu gekommen sind Bilder von 420 209, 214, 220, 223, 230, 279, 289, 296, 331, 334, 351 und 482. Einige Fahrzeuge davon waren bislang überhaupt noch gar nicht bildlich dokumentiert und so konnte die Gesamtpalette ein wenig erweitert werden. Und die gute Nachricht: Es wird weitergehen!

Der Dank geht an die Bildautoren, die es ermöglichen dass es auch weitergehen kann. In diesem Falle besonders Christoph Jochmann, der vor allem die Sammlung an Frankfurter Fahrzeugen bereichert.


10.04.2007 +++ Meldungen
Frankfurt

Lange, sogar sehr lange hat es gedauert, ehe mal wieder ein Triebzug aus dem Frankfurter Bestand zu der Ehre kam, eine Hauptuntersuchung zu erhalten. 420 271 wurde diese Ehre nun zuteil:

420 271/421 271/420 771 KKROX 23.03.07

Eine Anpassung an das neue "DB Regio Design" hat aber noch nicht stattgefunden. Damit scheint bewiesen, das Krefeld sich bislang nicht für das "Redesign-Light" zuständig fühlt. Diese Aufgabe steht wohl alleine dem Bw in Frankfurt zu.

Vielen Dank an Christoph Jochmann und Christian Stanski, die unabhängig voneinander die erfreuliche Beobachtung machten.


27.03.2007 +++ Meldungen
Frankfurt
Von Helmut Hofmann kam der Hinweis, dass nunmehr schon vier ET420 in Frankfurt im Einsatz sind, die mit erneuerter Inneneinrichtung ("ET420Plus-Ultralight") ausgestattet wurden. Nach 420 297, der im Dezember als erster Re-re-design 420er der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sind 420 344, 420 350 und nunmehr auch 420 266 mit DB-Regio-konformen Stilelementen versehen worden.


Stuttgart
Nachdem nun schon vier verschiedene Varianten von LED-Scheinwerfern bei der Baureihe 420 getestet werden, kommt es nun scheinbar auch bei den Zugzielanzeigen zu einer Testreihe. Neben der LCD-Anzeige an den ET420-Plus Fahrzeugen 420 400 und 420 416, gesellt sich nun 420 438 mit einer LED-Anzeige. Diese hat verblüffende Ähnlichkeit mit den LED-Anzeigen bei den Stadtbahnfahrzeugen der SSB (DT8). Das gilt vornehmlich für die gelbe Leuchtfarbe. Ansonsten hat es bei 420 438 scheinbar keine weiteren Umbauten gegeben.

Vielen Dank an Matthias Vogel für die Sichtungsmeldung.

Noch eine Sichtungsmeldung in Sachen "Blaue Polster" von Lukas Mößlein:
420 441 hat es auch erwischt (zumindest die beiden Endwagen).

Das Umpolstern wird jedenfalls weitergehen, soviel ist sicher.


Und eine Meldung - noch rechtzeitig vor Ende der Winterperiode: Am Freitag den 23.März kam der S-Bahn Betrieb in Stuttgart zeitweise zum erliegen. Durch sog. Nassschnee fielen Äste auf die Oberleitung und verursachten dadurch einen Stromausfall auf der Stammstrecke. Ein Triebzug (in diesem Falle ein 423 der S1) blieb dabei im Hasenbergtunnel stecken. Das es, neben der Eisenbahn, auch bei den anderen Verkehrsmitteln kaum voran ging, soll an dieser Stelle mal nicht verschwiegen werden.

» Artikel in den Stuttgarter Nachrichten


01.03.2007 +++ Meldung
Frankfurt:
Geschmacksverirrung #2


Es ist als ob 420 316 sein Gesicht verloren hätte. Bei dem neuesten Versuch mit LED- und Fernlicht wurde dem ausgewählten Fahrzeug ein gestalterischer Tiefschlag versetzt, der selbst bei Dunkelheit und schlechtesten Sichtverhältnissen nicht zu kaschieren ist. Mit einem geknickten Blechaufsatz scheint die Lücke, an der sich für gewöhnlich die Scheinwerfereinfassung befindet, notdürftig abgedichtet worden zu sein. Auf diesem relativ dünnen Vorsatz wurden dann die beiden Lampeneinsätze für LED- und Fernlicht aufgeschraubt. Die hervorstehenden Schrauben mit Rundkopf lassen dabei an die schlecht geflickten Bullaugen eines abgewrackten U-Boots erinnern.

Vorschaubild: 420 316 mit LED- und Fernlicht

Hier lässt der Autor jede Neutralität außen vor: Diese Versuchsvariante ist die abscheulichste Verunstaltung eines Fahrzeugs, in das seinerzeit bei seiner Entwicklung besonders großen Wert auf ein gefälliges, modernes, freundliches und rundweg schönes Erscheinungsbild gelegt wurde. Damals wurden weder Kosten noch Mühen gescheut dieses Ziel zu verwirklichen. Jetzt wurden bei niedrigsten Kosten und geringster Mühe diese Bemühungen vollends zerstört! Es bleibt zu hoffen, dass dieser Missgriff einmalig bleiben und am besten an dem bedauernswerten 420 316 bald rückgängig gemacht wird.

27.02.2007 +++ Meldung
Stuttgart:
Geschmacksverirrung #1


Das Werk Plochingen hatte sich kurz nach der Frankfurter Ausschreibung für neue, mit blauem Polster bezogene Systemsitze (Paulisch) ebenfalls um die Bestellung solcher bemüht. Mittlerweile wurden die ersten eingebauten Exemplare gemeldet. Sichtungsmeldungen sind eingegangen für 421 408 (nur Mittelwagen), 420 483 (nur beide Endwagen) und 421 424 (Mittelwagen). Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere Wagen bereits umgerüstet wurden, bzw. kurz davor stehen umgerüstet zu werden.

Gegen die blauen Sitze ist im Grunde nichts einzuwenden, wenn da nicht der bekannte Grundsatz aus der Farbenlehre wäre: "Grün und Blau schmückt die Sau".

Da bei der Inneneinrichtung der 7./8. Bauserie auch der Fußboden und die Rückwände in grünen Farbtönen gehalten sind, ergibt sich durch das blaue Polster ein unglücklicher Kontrast der für gewöhnlich bei jedweder Gestaltung vermieden werden sollte. Da die farblichen Anpassungen erst mit dem ET420Plus-Programm zu erwarten sind, ist zu befürchten dass man in Stuttgart für die nächste Zeit mit dieser Geschmacksverirrung leben muss.

Vielen Dank an Alex Nietfeld für die Sichtungsmeldung


Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Vom Ende einer S-Bahnlinie samt ihrer Baureihe.
Bild: 420 863 taucht als S 7705 in den Tunnelstutzen des Düsseldorfer Flughafens ein.
Was muss sich die Baureihe 420 dieser Tage nicht alles gefallen lassen. Da nutzt man doch gerne jede Gelegenheit zum untertauchen. So tat es z.B. 420 863 am 23. August 2006, als er auf der S7 sich an der Tunnelrampe zum Endbahnof Flughafen Düsseldorf Terminal in die Unterwelt herab lies. S 7705 aus Solingen hat sein Ziel fast erreicht. Der Vollzug wechselt noch kurz vor dem Erreichen seines Verstecks rüber auf Gleis 1.

Foto: Dirk Mattner
Düsseldorf, Solingen und die S7
In den ersten Novembertagen schienen sich die Schlagzeilen in der Region Düsseldorf in Sachen S7 wieder zu überschlagen. Wer den Vertretern der Tagespresse im schlimmsten Falle Bosheit, im besten Falle Geschäftssinn unterstellen möchte, der könnte das auf die Vermutung stützen, das nochmals vor dem Ende der S7 mit diesem Thema richtig "Kasse" gemacht werden soll.
Die Linie S7 soll nach Plänen von DB und VRR schon im kommenden Jahr durch ein neues Linienkonzept aus den Kursbüchern verschwinden. Bis dahin erhoffen sich die Autoren mit reißerischen Artikeln einmal mehr den Beifall geplagter Pendler dieser S-Bahn Linie zu ernten. Der Erfolg stellt sich ja auch allzu einfach ein. Das ist kein Kunststück, denn die Stimmung ist schon seit einiger Zeit bei den Fahrgästen gereizt. Der Nahverkehr im Bereich der Großräume in NRW hat zwar viele Brennpunkte des täglichen Chaos und des Unmuts tausender Reisende, doch der Fokus wird seit einiger Zeit gerne auf die S7 zwischen Solingen und Düsseldorf gerichtet. Gibt es unter den Reisenden vereinzelt auch Unmutsäußerungen über die im Einsatz befindlichen Fahrzeuge, so prasseln in der Presse die Schmähungen auf die angeblichen "Schrottfahrzeuge" der Baureihe 420 nur so ein. Es scheint am einfachsten zu sein, die gesamte Misere im Nahverkehr auf ein bestimmtes Fahrzeug zurück zu führen. Das diese Behauptungen zu kurz greifen, zeigen einige Fakten, die schlichtweg was anderes Aussagen.

Der ET420 als Sündenbock - jedenfalls in NRW
Am aufschlussreichsten ist die Tatsache, dass die Baureihe 420 seit Jahrzehnten in vielen Ballungsräumen täglich ihren Dienst verrichtet. Ob nun in München, Stuttgart oder Frankfurt - eine solche Häufung von Pannen und Verspätungen über einen solch langen Zeitraum hat es nirgendwo gegeben. Soviel zur Zuverlässigkeit.

Noch interessanter wird es, wenn man das Alter der Fahrzeuge betrachtet, was gerne als Erklärung der Probleme dient. Hier gilt zwischen den nunmehr über 30 Jahre alten Fahrzeugen der 2. Bauserie und den etwas jüngeren Fahrzeugen der 3. bis 6. Bauserien zu unterscheiden.

Zunächst zu den (wenigen) Fahrzeugen der 2. Bauserie.
Sie sind in der Tat die ältesten, noch im Betrieb befindlichen Fahrzeuge der Baureihe 420. Sie sind jedoch jünger als die zuletzt noch in Stockholm eingesetzten Fahrzeuge der 1. Bauserie. Diese noch älteren Einheiten hatten in ihrem letzten Betriebsjahr in der schwedischen Hauptstadt ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit erlangt, nachdem auch die letzten Startschwierigkeiten überwunden waren.

Kommen wir zu den Serien 3 bis 6.
So richtig die Feststellung ist, das der Betriebshof Essen die ältesten 420er im Bestand hat, so richtig ist auch die Feststellung das mit den Einheiten der 6. Bauserie auch gleichzeitig die jüngsten Vertreter der Taschenschiebetürer an Rhein und Ruhr zuhause sind. Der Blick auf Frankfurt verrät, das die dortigen Fahrzeuge der 3. bis 5. Bauserie auch zu dieser Stunde um ein x-faches zuverlässiger laufen als die Fahrzeuge in NRW. Am eindrucksvollsten ist allerdings die Tatsache, dass die in Essen beheimateten Fahrzeuge der 5. und 6. Bauserie vor ihrer Umbeheimatung in Stuttgart ausgesprochen zuverlässig unterwegs waren. Und so stellt sich die Frage, wie es sein kann das ein Fahrzeug das bis zu seinem letzten Betriebstag in Stuttgart ein Paradebeispiel an Solidität und Zuverlässigkeit war, einige Tage später im neuen Revier nicht mal mehr 100 Kilometer ohne irgendwelche Vorkommnisse zurücklegen konnte.

Die Antwort wird man ohne Zweifel im organisatorischen Bereich finden, denn an der rauen Luft des Potts kann es wohl nicht liegen. Durch diese ist die Baureihe 420 nämlich schon vor mehr als 30 Jahren geeilt. Und wie man es wohl schon erahnen kann, geschah dies ohne besondere Schwierigkeiten.

27. Oktober 1975 - Der Beginn für die S7
Bereits im Jahre 1967 wurde das S-Bahnzeitalter an Rhein und Ruhr eingeläutet. Dies geschah auf der S6 zwischen Düsseldorf-Garath und Ratingen Ost. Eine Linie und ein Streckenabschnitt der heute ebenso ein Problemkind bei Verspätungen und Zugausfällen ist, wie es die S7 scheint.
Ab September 1972 tauchten erstmals neben den eingesetzten Lok-Wendezügen die Fahrzeuge der Baureihe 420 als Vertreter des modernen Schnellverkehrs in Düsseldorf auf. Was damals bei Fahrgästen und Presse für Jubelstürme sorgte, soll heute für alle Probleme verantwortlich sein.
Das Ausbauprogramm für die S-Bahn Rhein-Ruhr fand mit der Eröffnung der S1 Duisburg - Bochum und der S3 von Oberhausen nach Hattingen einen vorläufigen Höhepunkt. Das war am 26. Mai 1974 und Essen war als Verknüpfungspunkt beider Linien von diesem Tage an ein wichtiges Drehkreuz der S-Bahn Rhein-Ruhr geworden. Auch Essen wird heute bei vielen Kritikern gerne als das vermeintlich Zentrum allen Übels im klemmenden Räderwerk der Rhein-Ruhr S-Bahn aufs Korn genommen.

Am 27. Oktober 1975 waren die Baumaßnahmen am Düsseldorfer Flughafenbahnhof und seiner Stichstrecke nach Düsseldorf-Unterrath in der ersten Ausbaustufe abgeschlossen. Gleichzeitig standen genügend Einheiten der neuen ET420 für den Betriebsstart einer neuen S-Bahnlinie zur Verfügung. Es war die Geburtsstunde der S7.
S7 - Ein Begriff, der heute in der Region bei jeder Diskussion für Zündstoff sorgt.

So mag sich der interessierte Leser an dieser Stelle fragen, ob an den oben genannten Stichtagen das bekannte Chaos sofort begann.
Die Antwort in Kurzform: Mitnichten!

Die S-Bahn Rhein-Ruhr genoss in jenen Tagen einen hohen Stellenwert bei Fahrgästen, Presse und Politik. Sie war ein Vorzeigeobjekt, wie es schon zuvor die Münchner S-Bahn mit ihrem furiosen Start im Olympiajahr 1972 war. Im Rampenlicht stand dabei die Baureihe 420. Sie war der große Wurf. Die Lösung aller Probleme, die der sich verdichtende Nahverkehr in den wachsenden Ballungsräumen so mit sich brachte. Diese Züge waren schnell, mit hoher Kapazität bei gleichzeitig gesteigertem Reisekomfort.
Und man möchte es nicht glauben: Dieses Fahrzeug kann auch heute noch alle diese Attribute erfüllen. Sie kann es täglich beweisen, nur leider nicht an Rhein und Ruhr.
420 889-8 am 23. August 2006 in Düsseldorf Volksgarten. Foto: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
420 889-8 erreicht am 23. August 2007 mit 420 363 als S 7699 den Haltepunkt Düsseldorf Volksgarten. Ziel des Vollzugs der S7 ist der Düsseldorfer Flughafen.
Foto: Dirk Mattner


Der Schlingerkurs - Triebzug, ja oder nein?
Die Baureihe 420 war in den 70er Jahren das Synonym für "Schnellverkehr" an Rhein und Ruhr. Die kieselgrau-orangenen Triebzüge konnte man ebenso immerfort an der gestauten Ruhr bei Kettwig antreffen, wie auf der Hohenzollernbrücke vor dem Kölner Hauptbahnhof. Die Zukunft gehörte der S-Bahn und diese gehörte der Baureihe 420. So sah es jedenfalls zunächst aus. Der erste Bruch in dem großen Konzept des Ruhrschnellverkehrs kam allerdings mit dem fragwürdigen Paradigmenwechsel beim Traktionskonzept. Die Baureihe 111, eine Mehrzwecklok für den gehobenen Reiseverkehr wurde plötzlich für den täglichen S-Bahndienst auserkoren. Dazu bestellte die Bundesbahn bei der Fahrzeugindustrie antriebslose Waggons, die jedoch in den meisten Belangen den gewohnten Standart der Baureihe 420 aufweisen sollte.

Bis heute wird dieser Schritt in der Fachwelt als fragwürdig betrachtet. Manche Beobachter gehen noch einen Schritt weiter und beurteilen die Entscheidung für den Wendzugbetrieb als großen Fehler und zuletzt als zum Scheitern verurteilt. Letzteres kann insofern bekräftigt werden, als das heutzutage dem Triebzugkonzept auch bei der S-Bahn Rhein-Ruhr wieder alleine die Zukunft gehört.

Die Ursachen zur damaligen Entscheidung der Bundesbahn sind vielfältig. Es waren vor allem politische Gründe, die zu Beginn der 80er Jahre der Baureihe 420 keine längerfristige Perspektive in Nordrhein-Westfalen mehr einräumte. Da weitere 420 mit dem Abschluss der 6. Bauserie nicht mehr gebaut wurden, dafür aber die Produktion von X-Wagen und Loks der Baureihe 111 weiter fortlief, war abzusehen das die in Düsseldorf beheimateten 420er alsbald den Mehrbedarf in München und Frankfurt abdecken müssten. Die Zukunft der S-Bahn Rhein und Ruhr war nun eine durch die 111 gezogen und geschobene.

Doch der erwähnte Schlingerkurs wäre nie eingetreten, wenn die Bundesbahn ihre Pläne konsequent vorangetrieben hätte. Die DB musste schon in den 80er Jahren erkennen, dass die Konstellation aus X-Wagen und 111 betrieblich unvorteilhaft war. Sie erkannte, das die robusten Lokomotiven am falschen Platz ihren Dienst verrichteten. Während sich im überregionalen Personenverkehr zunehmend eine Lücke an verfügbaren Loks auftat, quälten sich die dafür am besten geeigneten Maschinen im täglichen S-Bahn Frondienst ab. Schon vor der Wendezeit streckte die DB ihre Fühler in Richtung Osten aus um zu erkunden ob es nicht eine Erlösung für die Baureihe 111 gäbe. Der damals vorherrschende allgemeine Lokmangel hätte sich durch einen devisenstarken Ost-West-Transfer vielleicht beheben lassen können. Die Deutsche Einheit, die sich auch bei der Eisenbahn vollzog, sorgte dann sehr schnell für diese Erleichterung.
Damit war zwar die Fehlentwicklung bei der S-Bahn in Sachen Baureihe 111 gelöst, die fragwürdige Entwicklung in Sachen Wendezugbetrieb sollte allerdings weiter ihren Lauf nehmen. Auch wenn durch eine weitere Serie an X-Wagen und einem Zulauf an 143er aus dem Osten das Wendezugkonzept konsequent verfolgt worden schien, auf die Baureihe 420 konnte trotz dieser Anstrengungen nie ganz verzichtet werden.

Die Bemühungen um eine vollständige Ablösung und Umbeheimatung des ET420 in NRW waren erst im Jahre 1998 von Erfolg gekrönt. Der Begriff Erfolg muss in diesem Zusammenhang eher ironisch betrachtet werden.
Schon in den 80er Jahren war der ET420 aus Düsseldorf nahezu verschwunden. Die Prognosen eines baldigen Einsatzendes in diesen Breiten mussten immer wieder korrigiert werden. Getragen wurde diese Argumentation auch immer wieder mit dem Hinweis auf die fehlende Toilette beim 420. Umso witziger erschien da der Einsatz in den 90er Jahren auf der damals längsten S-Bahnstrecke Deutschlands, der S8. Zwischen Neuß und Hagen konnte man regelmäßig mit dem 420er reisen. Einer der Einsatzgründe auf dieser knapp 80 Kilometer langen Strecke: Die hohe Zuverlässigkeit (auch und vor allem gegenüber den X-Wendezügen)!

Der Erfolg der ständigen Bemühungen um das Ende des Triebzugkonzepts in NRW trat erst zu einem Zeitpunkt ein, zu dem sich das Wendezugkonzept schon als überholt erwiesen hatte. Kurz nach der Jahrtausendwende erschienen die ersten Triebzüge der Baureihe 423 in Düsseldorf. Sie starteten ihren Dienst auf keiner geringeren Linie, als der S7!

2008 - Das Ende für die S7?
Nachdem ab 1975 die Baureihe 420 ihren Dienst auf der S7 zwischen Düsseldorf Hbf und Düsseldorf Flughafen leistete, kam ab dem 28. September 1980 mit dem Abschluß der zweiten Baustufe der südliche Abschnitt nach Solingen-Ohligs dazu. Die S7 wurde auf der ganzen Linie als "Flughafen S-Bahn" bezeichnet, womit ihr besonderer Stellenwert im S-Bahnsystem hervorgehoben wurde. Die Fahrgastzahlen stiegen stetig an und übertrafen bald die prognostizierten Zahlen.

Konnte im südlichen Abschnitt ein fester 20 Minuten Takt realisiert werden, so bildete der Abschnitt zwischen Düsseldorf-Derendorf und dem Abzweig der S7 bei Düsseldorf-Unterrath ein betriebliches Nadelöhr. Hier teilten sich S- und Fernbahn die Gleise der Hauptbahn. Ein angenäherter 30 Minuten Takt und die zahlreichen betrieblichen Zwangspunkte, wie z.B. der höhengleiche Abzweig bei Unterrath, erhöhten alsbald den Druck auf die Verwirklichung einer dritten Baustufe, welche eigene S-Bahngleise sowie eine kreuzungsfreie Ausfädelung der S7 vorsahen. Die Realisierung erfolgte in den 80er Jahren.
420 886-4 am 23. August 2006 in  Düsseldorf Unterrath. Foto: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
420 886-4 hat mit seinem Vollzug die Rampe zum Bahnhof Düsseldorfer Unterrath fast vollständig erklommen. Das Tunnelbauwerk dient zur kreuzungsfreien Ausfädelung der S7 zum Flughafen aus der rechsrheinischen Magistrale nach Duisburg. S 6794 kommt gerade vom Flughafen und wird in Kürze seine Reise nach "Solingen=Ohligs" fortsetzen.
Foto: Dirk Mattner
Die S7 galt als eine der pünktlichsten und zuverlässigsten Linien im gesamten Netz. Das erklärte sich auch durch den Einsatz der Baureihe 420 mit ihrer Spurtstärke und der Möglichkeit eines raschen Fahrgastwechsels. Nicht zuletzt die Tatsache, das die S7 weitgehend entflechtet vom restlichen Zugverkehr auf eigenen Gleisen unterwegs ist und mit knapp 27 Kilometer Streckenlänge kaum Verspätungen aufstauen konnte, waren ein weiteres Indiz für hohe Qualität des Angebots.
Wo sind diese Qualitäten geblieben?

Die Baureihe 420 verschwand später. Die S7 wurde über die Jahre fahrplantechnisch gestrafft, beschleunigt und betriebswirtschaftlich "optimiert". Durch verkürzte Wendezeiten an den Endbahnhöfen und der Herausnahme von Zeitpuffern mit Fahrzeitverkürzungen nahm das Drama seinen Lauf. Die schon erwähnten Wendezüge verbesserten - diplomatisch gesagt - nicht gerade diese Situation. Dies war auch wohl der Grund warum die neuen 423er gleich zu Beginn auf dieser Strecke die Feuerwehr spielen durften. Zwischenzeitlich wurden die Fahrpläne immer wieder entschärft, um sie bei der nächsten Gelegenheit wieder zu verschärfen.

Als zum kleinen Fahrplanwechsel im Sommer 2004 die Baureihe 420 wieder an Rhein und Ruhr zurückkehrte, wurden große Hoffungen in diesen altbekannten Klassiker gesetzt. Doch die Rückkehr zum alten Glanz blieb dem ET420 leider verwehrt. Noch schlimmer, die Spirale ins Chaos drehte sich fortan immer weiter. Die fahrplantechnischen Probleme kumulierten mit den betriebstechnischen Problemen, welche die halbherzige Rückkehr des ET420 mit sich brachte. Die 420er wurden nicht mehr in Düsseldorf stationiert, dem Betriebswerk mit einer langen Tradition in Wartung und Pflege von Triebzügen dieser Bauart (erinnert sei an dieser Stelle auch die Beheimatung des IC-Pendants der Baureihe 403/404). Das Bh Essen, als Außenstelle von Düsseldorf tituliert, bekam die Fahrzeuge auf den Hof gestellt. Die fehlenden Kenntnisse über dieses besondere Fahrzeug kann so im Grunde niemanden zum Vorwurf gemacht werden. Die Bemühungen dies rechtzeitig nachzuholen liefen zunächst sehr schleppend an. Mittlerweile hat das Werk Essen eine Routine im Umgang mit dieser Baureihe entwickelt. Jedoch schlugen diese Fortschritte weit weniger auf der von Essen fernen S7 durch, als vielmehr auf der Essener "Hausstrecke", der S9.

So blieb es bei den täglichen Beschwerden über die Zustände auf der S7, die sich durch Unpünktlichkeiten, Zugausfälle (zumeist da man die verspäteten Züge auf halber Strecke schon wenden lässt) und mangelhafter Pflege (vor allem im Innenraum) manifestierten. Die mangelnde Informationspolitik (wenige Durchsagen auf Bahnhöfen, etc.) war ebenso ein immer wiederkehrender Punkt der Kritik. Die Deutsche Bahn und der VRR nahmen diese Beschwerden zur Kenntnis. Der Verbund übte das eine oder andere Mal Druck auf DB Regio aus, welches wiederum Besserung gelobte. Dieses Hin und Her findet nicht erst seit dem (Wieder-)Erscheinen der Baureihe 420 statt. Der ET420 war ja gerade wegen dieser Probleme wieder auf die S7 zurück gekehrt. Das der 420 am Ende das Problem nicht lösen konnte ist nunmehr durch die bekannten Faktoren nachvollziehbar aber umso trauriger.

S7 geteilt durch 2 = S1 + S11
Da die Baureihe 420 das erhoffte Wunder unter den gegeben Umständen nicht erbringen konnte, soll sie nun gleich mit der S7 in Düsseldorf zu Grabe getragen. Es sieht mal wieder nach einer einfachen Lösung aus. Den Nordast soll die verlängerte S11 von Düsseldorf Wehrhahn bis zum Flughafen übernehmen. Der Südast wird dagegen in die verlängerte S1 aufgenommen. Ob das gut geht?

Der Qualitätsbericht des VVR von 2006 stellt dem Schienenpersonennahverkehr ein weitgehend mageres Zeugnis aus. Interessanterweise kommt die S7 in dem Bericht nicht wesentlich schlechter oder besser davon wie die meisten anderen S- und Regionalbahnlinien. Die von privaten EVUs betriebenen Linien schneiden in dieser auf Befragungen und Statistiken basierenden Beurteilung noch am besten ab. Relativ deutlich steht aber DB Regio im Mittelpunkt der Kritik des VRR, was dann auch vor Augen der Öffentlichkeit öfters wiederholt ausgesprochen wurde.

Aber so einfach kann es sich der VVR nicht machen. Er steht als Besteller natürlich mit in der Verantwortung und so lässt sich nun auch der beabsichtigte Schritt zur Auflösung der "Problem-Linie S7" erklären. VRR und DB setzen ihre Hoffnungen darauf, das die beiden S-Bahnlinien keine Verspätungen in diese Streckenäste hinein- oder heraustragen mögen.
422 528-0 bei seiner Präsentation in Hennigsdorf am 8. November 2007. Foto: Dirk Mattner [hier klicken zur Vergrößerung]
Am 8. November 2007 war es bei Bombardier in Hennigsdorf soweit: Die offizielle Vorstellung des Nachfolgers des Nachfolgers. Die Baureihe 422 betritt mit 422 528-0 die Bühne des Geschehens. Die Frontpartie erinnert an die schwedischen X50 bis X52, die auf den Namen "Regina" hören, während die Seitenpartie samt Dachaufbau haargenau dem 423er entsprechen.
Der 422 ist die neue Hoffnung von DB Regio NRW auf rosigere Zeiten. Ob sie ahnen, das es da noch ein klein wenig mehr bedarf?
Foto: Markus O. Robold
Im dümmsten Fall könnten die S7-Probleme ab dem Fahrplanwechsel im Sommer auch in Köln und Dortmund einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen. Dann bliebe es nur beim Ausspielen der letzten "Trumpfkarte" in der Hand von DB und VRR: Die Baureihe 422.
Doch die gemachten Erfahrungen zeigen schon heute, dass dies nicht reichen würde. Erfahrungen machen ja bekanntlich klug. Die Fahrgäste dürfen also weiter hoffen...

Richtigstellung:
Die S7 wird zum kommenden Fahrplanwechsel (noch) nicht aus den Fahrplänen verschwinden. Das Vorhaben soll allerdings möglichweise noch im Jahr 2008 in die Tat umgesetzt werden.


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DSO