ET420-Online im Rückblick - April 2006
Aktuell +++
16.05.2006 +++ Meldung
Die Fußballweltmeisterschaft steht vor Tür (selbst abschließen wäre jetzt nutzlos).
Die Deutsche Bahn hat sich als Sponsor das Privileg teuer erkauft, auf ihren Produkten in Kombination mit dem WM-Logo als "Nationaler Förderer" präsentieren zu dürfen.

Während bislang in München, Rhein-Main und Rhein-Ruhr dieser erworbene Titel auf den S-Bahnzügen noch nicht gewürdigt wird, tragen die Triebwagen in Berlin und Stuttgart neuerdings dieses Markenzeichen.

Logo im Hochkant, jetzt auch am ET420
In Stuttgart sind alle Triebzüge mit dem Emblem versehen worden. Dabei haben die Aufkleber im Hochkantformat bei den ET423 nur noch einen Platz zwischen der Führerstandstür und der aufgeklebten Führerstandsabrundung gefunden. Nicht ganz so unvorteilhaft erscheinen die Aufkleber bei der Baureihe 420. Dort befinden sie sich mittig zwischen der Führerstandstür und dem ersten Seitenfenster des Fahrgastraums.

Für die Weltmeisterschaft werden die Triebzüge der Baureihe 420 in Stuttgart und Frankfurt unmittelbar, sowie in Rhein/Ruhr mittelbar zum Einsatz kommen. So wird die Baureihe 420 nach 1974 ihren zweiten WM-Dienst absolvieren. Damals waren die ETs für die WM74 in Düsseldorf (diesmal kein Austragungsort der WM) und München (diesmal kein Austragungsort des ET420) unterwegs.


04.05.2006 +++ ET420Plus
In der aktuellen Ausgabe des LOK-MAGAZINS wird dem Leser der ET420Plus näher gebracht. Im Zentrum stehen die Merkmale der Umbauten an den beiden Muster-Triebwagen 420 400 und 420 416. Daneben geht der Autor auch auf die Vorgeschichte der Baureihe 420 in Stuttgart ein und beleuchtet die Aspekte die den Ausschlag zu dem Umbau gegeben hatten.

Der Autor sollte für die Besucher dieser Webseite kein unbekannter sein. Es handelt sich um keinen geringeren als Markus O. Robold.

LM 05/2006

» LOK-MAGAZIN


10.04.2006 +++ Meldung
Er ist unterwegs:
Der ET420Plus!

Um 11:23 Uhr brach am 10. April in Plochingen mit dem Einsatz 420 400 und 420 416 offiziell der "Klimawandel" bei der Baureihe 420 in Stuttgart an.

Als S1 Verstärker ging der Vollzug auf seiner erste Reise im Fahrgastbetrieb zur Schwabstraße. Dort angekommen, wechselte der Neuling auf die S4. Der S1 Verstärkerumlauf brachte die beiden aufgemotzten ET neben dem Kurzpendel nach Esslingen auch für eine Runde auf die S5 nach Bietigheim-Bissingen. Nach einem weiteren Besuch in Marbach ging der erste Arbeitstag des ET420Plus mit einer Fahrt als Lt aus der Wendeschleife der Schwabstraße zurück nach Plochingen (Ankunft ca. 19:40Uhr).

09.04.2006 +++ Meldung
Noch ist der ET420Plus keinen Meter im Fahrgastbetrieb gefahren und doch ändert er sein Aussehen am laufenden Band. Die aktuellste Variante konnte Markus O. Robold am 7. April in Stuttgart Hauptbahnhof ablichten:
420 900-3 mit Wortmarke [klick]
Den noch im Testbetrieb befindlichen 420 900-3 ziert seit neuestem diese doch recht auffällige Wortmarke der S-Bahn Stuttgart. A- und Mittelwagen tragen ebenso den gleichen Schriftzug an prominenter Stelle. Dafür entfällt das bislang stets im unteren weißen Zierbalken angebrachte DB Logo. Es ist angedacht, in Zukunft alle Fahrzeuge der Stuttgarter S-Bahn mit dieser Wortmarke zu kennzeichnen.

Vielen Dank an Markus O. Robold für das Bilddokument.

03.04.2006 +++ Nachruf X420
In der März/April-Ausgabe der DREHSCHEIBE wird ein Kapitel den X420 in Stockholm gewidmet. Seit Mitte Dezember sind sie aus dem Stadtbild der Schwedenmetropole verschwunden. Auf einem Schrottplatz in Mittelschweden werden derzeit unumkehrbare Fakten geschaffen. Wer noch mal einen Blick auf die (zu) kurze Epoche der Baureihe 420 in Schweden werfen möchte, dem sei diese Ausgabe angeraten. Wer ein wenig Geduld hat, kann auch noch warten bis irgendwann auf diesen Seiten auf das Thema näher eingegangen wird.

DS 190

» DREHSCHEIBE-Online


01.04.2006 +++ PET423
Auf vielfachen Wunsch öffnet heute, nach einem Jahr, noch einmal für kurze Zeit die Huldigungsseite für eine "ganz, ganz, ganz besondere Baureihe", die so viele 420-Fans nicht mehr vergessen können (aber möchten).

Na dann: Viel Spaß beim Bechersammeln!

» ET423-Online

14.03.2006 +++ Wieder da
Holla, die Waldfee! Das hat aber gedauert!
Tja, Gut Ding braucht weile, usw..

So, genug der Schönrederei. Es hat wirklich zu lange gedauert, bis ich diesmal wieder die Zeit gefunden hatte, mich um die Webseite zu kümmern. Eigentlich sollte zur Weihnachtszeit die freie Zeit auch für diese Seite genutzt werden. Aber wie das mit der Zeit so ist, sie kostbar und knapp. So hat es noch mal über zwei Monate Anlaufzeit gebraucht um wieder halbwegs an den aktuellen Stand der Dinge heran zu kommen. Es ist viel passiert. Und das soll an dieser Stelle noch nachgereicht werden: In Kürze (nicht in 3 Monaten!).

24.11.2005 +++ Jubiläum
Heute vor 5 Jahren ging die "ET420-Onlineliste" ans Netz. Der Arbeitstitel des Projekts bezog sich auf den thematischen Schwerpunkt der neuen Webseite, nämlich der Auflistung aller 480 Triebzugeinheiten der Baureihe 420. Da aber auf Dauer die Webseite nicht auf dieses Thema beschränkt bleiben sollte, war bereits mit dem Start der Seite der Titel "ET420-Online" gefunden. Das auch deshalb, weil ET420-Online erst mit der tatkräftigen Mithilfe von Mitwirkenden der DREHSCHEIBE und der Webgemeinde von DREHSCHEIBE-Online verwirklicht werden konnte. So lag es nahe, auch an den ET420 das aussagekräftige "Online" anzuhängen.

Allen die damals und heute an der Seite mitwirken soll an dieser Stelle ein besonderer Dank gehen: Danke!

Wer einen Blick auf die Webseite in der Fassung des 24.November 2000 werfen möchte, der sollte auf folgenden Link klicken:
» Vor fünf Jahren

03.11.2005 +++ Meldungen
Stockholm

Traurige Nachrichten aus dem hohen Norden.
Die Epoche der Baureihe 420 in Schweden steht nach nur knapp 3 Einsatzjahren kurz vor dem Ende. Seit August sind die Umlaufpläne der 14 Einheiten in Stockholm allmählich ausgedünnt worden. Nunmehr sind am Donnerstag, den 27.Oktober die ersten drei Einheiten zu einem Schrottplatz in Nykroppa (Mittelschweden) überführt worden. Es handelte sich dabei um folgende 420:
420 047, 420 060 und 420 117.

Zu 420 047:
Bis Ende 2001 war die Einheit in München mit ihrer Ursprungslackierung kieselgrau-blau unterwegs. Als Roco HO Modell findet sich 420 047 hundertfach in diversen Vitrinen von Modellbahnern wieder.

Zu 420 060:
Der wohl prominenteste Schwede aller 420 hat es zu gerade mal 2 Einsatzjahren im Dienste von SL geschafft. Als "Prototyp" erreichte die Einheit noch mit ausgewaschener Lackierung in orange-weiß bereits 2001 skandinavischen Boden. Nach diversen Testeinsätzen und Modifikationen gab 420 060 für alle weiteren X420 den Standart vor. Die Einheit selbst kehrte kurzzeitig nach Deutschland zurück und durchschritt als letzter 420 die nunmehr vorgegebenen Prozeduren des Umbauprogramms. Erst im Oktober 2003 (!) vervollständigte er den Gesamtbestand von 15 Einheiten in Älvsjö.

Zu 420 117:
Einstmals als Museumsfahrzeug für die S-Bahn München auserkoren, endet nun die Karriere dieser Einheit abrupt auf einem abgelegenen Schrottplatz 1500 Kilometer entfernt von Steinhausen. Die gute Substanz dieses Ur-Münchners war schon vor knapp 10 Jahren Anlass diese blau-weisse Einheit als künftiges Erinnerungsstück einer erfolgreichen Geschichte zu bewahren. Als diese Pläne aus unbekannten Gründen (420 001?) nicht mehr weiter verfolgt wurden, war seine Solidität Grund genug ihm eine neue Chance in Stockholm zu geben.

Diese drei Einheiten waren allerdings erst eine Vorhut nach Nykroppa. Noch in diesem Monat sollen die meisten in Stockholm beheimateten 420 die letzte Reise dorthin antreten. Allesamt Einheiten in einem technisch optimalen Zustand und bis zur letzten Kilometerleistung ausgesprochen Zuverlässig. Nach nicht unerheblichen Investitionen und technischen Aufwändungen, wird nun mitten in der besten Einsatzphase der Einsatz gestoppt. SL plant die künftigen Pendeltågeinsätze ohne 420, obwohl die Gründe der Berufung dieser Baureihe nach Stockholm immer noch aktuell sind. Am 16.Dezember könnte der letzte 420 in Stockholm abgefahren sein.

Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
420 391: Der 481. Triebzug der Baureihe 420!
420 391, der 481. ET420! Wahr oder unwahr? [Klicken sie hier] © Daniel Erler
Seit dem 21. März ist in Frankfurt ein neuer 420 unterwegs: 420 391-5 hält in Frankfurt (M) Hbf (tief). Was sofort auffällt ist der Umstand, dass in Frankfurt das Wischwasser unbarmherzig schon in den ersten Einsatztagen für hässliche Schlieren sorgt. Da hilft dem Triebzug auch nicht die erst kurze Existenz als 481. Triebzug der Baureihe 420.

Foto (oder Fake?): Daniel Erler | www.absence-of-fear.de
Tja, liebe Gemeinde, jetzt stellt sich die Frage:
Wahr oder unwahr?

Die Antwort, na ja....
Natürlich könnte es sich um einen Aprilscherz handeln. Es spricht u.a. dafür, das in dem Bild bei der Nummer an der Front die Kontrollziffer fehlt.
Außerdem: Wieso sollte auf einmal die DB einen Taschenschieber als Neubaufahrzeug nachbestellen?

Aber wer sagt denn, das es sich um ein Neubaufahrzeug handeln muss?
Höchstwahrscheinlich ist der 420 391 aus verschiedenen Wagen anderer Einheiten zusammengewürfelt worden. Das würde auch die Wischwasserschlieren auf der Front erklären, die sich ja erst nach einigen Monaten einstellen (und dies komischerweise zumeist nur in Frankfurt).

Aber, wer sollte auf Schnapsidee kommen und aus Wagen verschiedener Einheiten einen neuen ET420 "basteln"? Schließlich wurden auch schon in der Vergangenheit 420er Einheiten neu zusammengewürfelt. Zumeist trafen zwei Wagen einer Einheit auf den Wagen einer anderen. Dann war die Nummernvergabe relativ einfach. Mit einer satten 2/3 Mehrheit vereinnahmten die zwei Wagen der einen Einheit den Wagen der anderen. Beispielsweise bei 420 316 war das so. Als der A-Wagen im Dezember 1979 bei einem Unglück nahezu vollständig zerstört wurde, trat eine Weile später 420 132-2 an seine Stelle. Natürlich wurde der A-Wagen aus München in 420 316 umbenannt um fortan in Stuttgart seinen Dienst zu verrichten. Mittlerweile ist die Einheit 420 316ff in Frankfurt im Einsatz. Niemand war dort jedoch jemals auf die Idee gekommen, die Einheit in 420 391 umzubenennen.

Und warum sollte man einen neu zusammengesetzten 420 ausgerechnet 420 391 nennen?
Die Antwort könnte sich in der Fahrzeugliste finden. Dort endet die fortlaufende Nummerierung mit der Einheit 420 390, um dann erst bei der 7.Bauserie wieder mit 420 400 fortgesetzt zu werden. Na gut, aber warum ist dann nicht schon 420 316 zum 420 391 geworden? Und da ja noch weitere Einheiten durchgetauscht wurden, müsste es auch einen 420 392, 393, 394... geben. Und noch eine Frage: Was ist, wenn man mit den Tauschaktionen die 399 erreicht hat? Geht es dann mit 420 490 weiter? Es würde dann also evtl. ein 420 mit Taschenschiebetüren geben, der eine höhere Ordnungszahl hat, als ein viel jüngerer Schwenkschiebetürer.
Wer möchte uns so etwas erzählen? DB Regio Hessen? Wo bleibt da die Logik?

Gute Frage!
Und nun zur Auflösung (wenn sie denn einer glaubt):
Die Geschichte ist wahr!
420 241, 421 241 und 420 708 wurden zu einem neuen 420er "gebacken": 420 391!

Und wer es nicht glauben möchte, dem sei ein Besuch in Frankfurt angeraten. Mit ein bisschen Glück tritt man dann tatsächlich auf den "481." Hl ET.

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Die Neuerfindung des 420er - Nach gerade mal 10 Jahren.
Bildbeschreibung (Zustand nach Ablauf des Films):
Foto links 1996:
Kaum zu glauben: Vor 10 Jahren wurden noch Triebzüge der Baureihe in Serie hergestellt! 420 475-6 präsentierte sich am 22. Januar 1996 bei Köln Deutz in einem solch einzigartig, makellosen Zustand, das man schon fast an eine Fata Morgana glauben möchte.

Foto: Rainer Nörenberg | www.rainersbahnbilder.de
Foto rechts 2006:
Kaum zu glauben: 420 900-3 wirkt bei seiner Ankunft am 16.Februar 2006 in Herrenberg so, als ob er diesen Ort zuvor noch nie beehrt hätte. Bei dieser Probefahrt fehlten dem Triebzug die Verkleidungen der Klimaanlage oberhalb des Führerstands.

Foto: Michael Sauer
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Da wurden noch bis vor 8 Jahren neue Triebzüge auf die Schiene gesetzt, für die heute schon ein Modernisierungsprogramm aufgelegt wird.
Wie das aussehen könnte, kann man an dem Bild von 420 900-3, oben rechts, betrachten: Das Redesign eines "Teenagers"! Zwar hat 420 400 seine Volljährigkeit noch nicht erreicht, doch im modernen Eisenbahnzeitalter gilt man schnell als veraltet. Also, nichts wie los zum Schönheitschirugen, der auch sofort Hammer und Schweißbrenner anlegt. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug das den neu definierten Bedürfnissen des modernen Bahnreisens entspricht. Dazu gehören nützliche Dinge wie Notrufeinrichtungen, Türtaster und Türschließautomatik, aber auch die heutzutage obligatorische Innenraumklimatisierung. Ganz nebenbei kann die Bahn AG ihr durchgehendes Farb -und Einrichtungskonzept auch bei diesen Fahrzeugen verwirklichen.

Ganz klar: Wer den 420er schätzt, sollte diese Maßnahme als Chance verstehen. Es ist in anbetracht der Realitäten, wohl auch die einzige Chance um nicht in kürzester Zeit auf das Altenteil verschoben zu werden. Da hilft es auch nicht, wenn man sich für einen Moment klar macht wie wahnwitzig eine solche Entscheidung wäre. Gegen den Zeitgeist ist leider kein Kraut gewachsen. Doch das Redesignprogramm "ET420Plus" lässt auch einen eingefleischten 420 Anhänger schon mal vergessen, das auch diese Triebzüge vor einigen Jahren noch so aussahen, wie 420 475 auf dem Bild oben links. Gerade mal 8 bis 16 Jahre haben die Fahrzeuge auf dem Buckel, die nun Kandidaten für das Umbauprogramm geworden sind. Natürlich wäre es zu Bundesbahnzeiten in den 70er und 80er Jahren kaum denkbar gewesen, solche Fahrzeuge nach wenigen Jahren schon grundlegend umzubauen. In jenen Jahren war die Bundesbahn schon froh, wenn sie 50 bis 60 Jahre altes Fahrzeugmaterial durch neues ersetzen konnte. So haben sich die Maßstäbe verschoben.

Als 420 475 auf das Foto oben links gebannt wurde, zählte man das Jahr 1996. Noch zu diesem Zeitpunkt, die Deutsche Bahn hatte bereits mit dem Modernisierungsprogramm begonnen, galt die Beschaffung neuer Fahrzeuge der Baureihe 420 durchaus als Fortschritt und Qualitätsverbesserung.
Das ist gerade mal 10 Jahre her.

Doch wer damals schon genau hinsah, der hätte die Entwicklung bereits erkennen können. Zunächst schien sich der Trend zur Fuhrparkverjüngung nur auf wirklich alte Fahrzeuge zu konzentrieren. Soweit war das noch nachvollziehbar. Doch als auch zunehmend Baureihen in das Fadenkreuz der Erneuerung gerieten, die nach bis dahin einhelliger Meinung nicht zum "Alten Eisen" gezählt wurden, machte sich allmählich der Anbruch einer neuen Epoche bemerkbar. Dies war um die Jahrtausendwende deutlich spürbar geworden.

Die Zeit in der Welt der Eisenbahnen begann sich merklich zu beschleunigen. In kürzester Zeit gerieten auch Fahrzeuge der Baureihe 420 auf die Abschussliste. Fahrzeuge einer Baureihe, die man z.B. im Jahre 1992 mit der Eröffnung des Flughafens im Erdinger Moos noch stolz als Vorzeigeobjekte eines modernen S-Bahnverkehrs vorgestellte.
Auch vier Jahre später galt das noch für diese Baureihe, die zu diesem Zeitpunkt immer noch gebaut wurde. So wie eben jener 420 475, der hier oben links abgebildet ist. Der Triebzug, dessen Abnahmedatum drei Tage später datiert ist als der Zeitpunkt dieser Aufnahme, war scheinbar an jenem 22. Januar 1996 auf Überführungsfahrt vom DUEWAG Werk in Krefeld zum AW in Opladen. Diese führte durch den belebten Kölner Hauptbahnhof über die Hohenzollernbrücke nach Deutz.
Ein Fahrzeug, wie aus dem Ei gepellt. Nichts was den Betrachter vermuten lassen könnte, das Fahrzeuge dieser Gattung schon wenige Jahre später Gegenstand zumeist polemischer Kritik werden sollten. Nachdem diese Baureihe schon seit 1971 unschätzbare Dienste geleistet hatte und stets zuverlässig das schwere Tagwerk eines leistungsfähigen S-Bahnverkehrs verrichtete, traten plötzlich die Kämpfer eines "modernen Eisenbahnverkehrs" auf den Plan. Zumeist aus der Presse, aber u.a. aus politischen Kreisen rekrutierten sich diese Personen. Beide Personenkreise glauben bis heute, man müsse nur vor der &oouml;ffentlichkeit lautstark den Einsatz der neuesten Fahrzeuge fordern und schon bekäme man deren ungeteilte Zustimmung. Die Presse transportierte diese Denkweise in die Köpfe vieler Menschen, denen von einen auf den anderen Tag die Eisenbahn plötzlich "anachronistisch", "gammelig" und "veraltet" vorkam.

Wem diese Ausführungen zu theoretisch vorkommen, dem sei mit einem Beispiel gedient, welches mit einer provokanten Frage eingeleitet werden soll:

S-Bahn Hamburg, 1979:
Die Baureihe 471 zählt zu diesem Zeitpunkt etwa zwischen 40 und 30 Lenze. Die Baureihe 470 hat gerade ein Alter von 10 bis 20 Jahren erreicht.
Frage: Wie oft wurde in der Tagespresse gefordert, man solle doch die "Schrottzüge" bitte umgehend ausrangieren? Wo waren die Politiker, die vehement von der Bahn forderten, sie solle bitte ihre Fahrgäste nicht mit solch veralteten Züge vergraulen. Wo war die aufgebrachte &oouml;ffentlichkeit, die es "satt" hatte mit solchen "gammeligen" Bahnen fahren zu müssen?

Die Antwort ist ganz einfach: Es gab sie nicht!

Die Hamburger S-Bahn hatte zu diesem Zeitpunkt einen guten Ruf. Und das trotz eines Fahrzeugparks, der wohl heutzutage mit dem oben aufgeführten Vokabular bedacht werden würde. Die damalige Erneuerung des Fahrzeugparks durch die Baureihe 472 erfolgte vor allem wegen der Netzerweiterung und erst in zweiten Schritt nach technischen Gesichtspunkten, die eine Modernisierung über einen langen Zeitraum vorsah.

Was damals Konsens und vernünftig zu Begründen war, sowohl nach technischen wie auch nach wirtschaftlichen Geschichtspunkten, würde heute schnell als "zurückgeblieben" und "nicht wettbewerbsfähig" abgetan werden.

So brach auch in Hamburg irgendwann die neue Zeit an. Das war zu dem Zeitpunkt, als dies auch in München geschah. Und hier liegt der Witz: Als in Hamburg die letzten 471 und 470 mit ihrer z.T. über 50 Jahre währenden Einsatzzeit verabschiedet wurden, machte man in München das Gleiche. Nur mit dem Unterschied das deren Fahrzeuge gerade mal 25 bis 35 Jahre Jahre zählten! Und weil das nicht reichte, schob man sogar 6 bis 11 Jahre alte Neubaufahrzeuge der 7. und 8.Bauserie in andere Einsatzgebiete ab. Ein milliardenschwerer Modernisierungswahn war über das Land gegangen über das die Menschen vor 25 Jahren noch den Kopf geschüttelt hätten. Heute besteht der Konsens scheinbar darin, das eine Eisenbahn nicht das Mitreisen wert ist, wenn das Fahrzeug äußerlich nicht das Aussehen eines ICE hat und im inneren keine Klimaanlage und blaue Sitzbezüge bietet.

So ist es nur konsequent, wenn man in Stuttgart die Zeichen der Zeit erkannt hat und den jüngsten 420er schon jetzt eine Verjüngungskur zukommen lässt. Wer heutzutage vernünftig handeln möchte, der muss das so tun wie die zuständigen Leute aus dem Land wo seit jeher die "Kleverles" herkommen. Die wertbeständigen Fahrzeuge haben so doch noch eine Zukunft, wo sonst schon nach kurzer Zeit - wider aller Vernunft - lautstark der Einsatz des Schrotthändlers gefordert wird.

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Hej X420-Fans!
Hier eine Auswahl an Bilderseiten, in dem die Baureihe 420 in Schweden gewürdigt wird:

  1. X420 - Sehr ausführlich auf »www.bussmicke.se auch mit Bildern vom heiligen ET am »Heilig Abend 2003.
  2. Auf www.jarnvag.net sieht man eine Abholung am Fährhafen in »Trelleborg und Bilder aus »Stockholm. Ganz besonders interessant ist ein Bild von einer »Drehfahrt über das Gleisdreieck Tomteboda - Stockholm N - Karlberg.
  3. Galerie zum Durchstöbern (1): »www.bakgrundsbilder.tk
Viel Spass!



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ET420-Online Spezial
Die gloreichen Acht!
ET420-Online begleitete die letzten Einsatzwochen der 420er in München mit einer kleinen Bilderschau:
"Die gloreichen Acht" - die letzten 420 in Bayern!

Wichtiger Hinweis: Zur Betrachtung obriger Sonderseite ist ein Flash Plug-In notwendig.


25 Jahre S-Bahn Rhein-Main 1978 - 2003

Rückschau Festtag, 30.06.2003
Bilder zur Feier "25 Jahre S-BahnRhein-Main" mit einem Tag der offenen Tür und 420 001 als Stargast, gibt es hier:

» S-Bahn-Frankfurt.de

» IGS-München


30 Jahre Münchner S-Bahn

Rückschau Festtag, 27.04.2002
Bilder zur Feier "30 Jahre S-Bahn München" mit Tag der offenen Tür im Werk Steinhausen, gibt es hier:

» H@rrys Bahnseite - EXTRA

» IGS-München


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