ET420-Online im Rückblick - September / Oktober 2005
Aktuell +++
04.09.2005 +++ Meldung

Und weiter geht´s mit Schrottmeldungen, diesmal aus NRW.

Am 1.September gingen folgende Einheiten auf ihre letzte Wanderschaft ins Moseltal:
420 137, 420 375 und 420 387.

Zu 420 137 - Mit ihm geht ein echter Düsseldorfer (Abn. 16.04.1973, nach KDA) aus dem NRW-Bestand von dannen. Die längste Zeit seines Wirkens verbrachte der Triebzug jedoch in München. Dem "Spätheimkehrer" war leider nur eine kurze Einsatzzeit an alter Wirkungsstätte vergönnt. Doch auch für das kurze Comeback (von etwa einem Jahr), durfte die Wiedereinrichtung einer 1.Klasse im Mittelwagen nicht fehlen.

Zu 420 375 und 420 387 -
Mit ihnen trifft es unverständlicherweise wieder einmal mehr zwei Triebwagen aus der 6.Bauserie, die mit einem Alter von gerade mal 24 Jahren auch mit strengen Maßstäben nicht als "Altbautriebzug" bezeichnet werden können. Da es sowohl aus technischer wie auch wirtschaftlicher Sicht keine vernünftige Begründung zu dieser Entscheidung geben kann, ist die Zerstörung solcher Werte aufs schärfste zu Verurteilen.

04.09.2005 +++ Meldung

Nach langer (Sommer-)Pause mal wieder ein paar Neuigkeiten aus dem Bestand der Baureihe 420. Leider nicht ganz so erfreuliche:

Eine neue Verschrottungssaison scheint angebrochen zu sein. Mittlerweile sieht es so aus, als ob die Firma Theo Steil, Trier-Ehrang, in Sachen ET420-Verschrottung eine Monopolstellung eingenommen hat.

Bereits Mitte Juli machte sich nach längerer Pause wieder ein Schrott-Langzug von München aus auf den letzten Weg: 420 030, 420 057 und 420 154.
Beleuchten wir kurz die Besonderheiten der drei Delinquenten:

Zu 420 030 - Dieser gehörte mit 420 066 zum letzten 420er-Umlauf Münchens am 3.Dezember letzten Jahres. Kurzzeitig schien sich für die Einheit in Stockholm ein neues Betätigungsfeld aufzutun. Das dies jedoch nicht zustande kam, obwohl dort 420 021 abgängig ist, lässt darauf schließen das es auch in Schweden nicht mehr zum besten mit den 420 steht.

Zu 420 057 - Er gehörte zu den ausgewählten 420 der 1.Bauserie, die in der Phase des absoluten 420er-Kahlschlags in München mit einer Neulackierung nochmals eine Gnadenfrist bekamen. Mit einer HU aus dem Jahre 2000 hätte die Einheit sogar jetzt noch für mind. 2 Jahre eingesetzt werden können.

Zu 420 154 - Dieser Triebzug gehörte neben 420 049 und 420 147 zu den 420er, die in der Nacht vom 6.August 1996 von einem entgleisenden RoLa-Zug in der Abstellgruppe von Petershausen erheblich beschädigt wurde. Der A-Wagen war soweit zerstört, das eine Wiederaufarbeitung nicht mehr lohnte. Aus der ebenfalls fast zerstörten Einheit 420 147 konnte dessen A-Wagen die Triebzugeinheit 420 154 wieder vervollständigen. Das Comeback dieses 420 im Jahre 1998, Redesignt und in den Farben verkehrsrot lackiert, währte bis zum Juni 2003 als die ET420 von der S5 verdrängt wurden.

Am 20.August 2005 überführte 110 430-6 drei Frankfurter Einheiten aus der 3. und 4.Bauserie zum verschrotten nach Trier: 420 201, 420 255 und 420 273.

Zu 420 201 - Hier hat DB Regio Hessen rasch Tatsachen geschaffen, bevor die Bemühungen zu einer Erhaltung dieses Fahrzeugs als Museumsgarnitur sich richtig entfalten konnten.

Zu 420 255 und 420 273 - Mit diesen beiden Einheiten hat es zwei echte Frankfurter Urgesteine erwischt. Auch ein Zeichen dafür, das sich der Schwerpunkt der Verschrottungen in Frankfurt von der 5. Bauserie auf die früheren Serien verschoben hat.

Soweit die erste Übersicht. Weitere Fahrzeuge haben das Zeitliche gesegnet, bzw. stehen unmittelbar vor der Verschrottung. Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

Willkommen bei ET420 - Online
Informationen und Daten zur Baureihe 420/421
Gerade mal drei Jahre her:
Lochham im September 2002: 420 008 begegnet dem Kanzlerkandidaten  [Klicken sie hier] © Dirk Mattner
Lochham im September 2002. Der Wahlkampfherbst war in seine entscheidende Phase getreten. Da bestimmte nochmals die Farbkombination weiß-blau so manches Straßenbild in und um München. Eine neutrale, unpolitische Variante lieferte dazu an diesem sonnigen (weiß-blauen) Septembermorgen Triebzug 420 008-5, welcher als S6 auf dem Weg in Richtung Tutzing gerade am Hp Lochham einlief.
Foto: Dirk Mattner
Um die Geschichte kurz zuende zu erzählen: Der weitere Werdegang der beiden Protagonisten auf dem Foto blieb in der folgenden Zeit eher glücklos. Während der Herausforderer seinem politischen Widersacher knapp unterlag, wurde der weiß-blaue Triebzug noch im gleichen Jahr durch eine erdrückende verkehrsrote Mehrheit aus dem bayerischen Landschaftsbild entfernt.

Was vielen verborgen blieb, ist die Tatsache das auch das Schicksal der bayerischen 420er nicht gänzlich unpolitisch motiviert war. Der bayerische Verkehrsminister, Parteifreund des damaligen Kanzlerkandidaten, hatte die Ablösung der Baureihe 420 unter dem Banner der Modernisierung mit vorangetrieben. Ob der unter enormen Investitionen rasch vollzogene Generationswechsel wirklich in dieser Form sinnvoll gewesen war, kann durchaus kritisch hinterfragt werden.
Unabhängig davon wurden in beeindruckender weise unumstößliche Tatsachen geschaffen. Die Münchner S-Bahn hat innerhalb von nur 4 Jahren ihren Fahrzeugpark von immerhin mehr als 200 Fahrzeugen vollständig ausgetauscht. Darüber hinaus musste der Gesamtbestand noch erhöht werden um den zukünftigen Aufgaben gewachsen sein zu können. Ein Kraftakt der in dieser Form seinesgleichen sucht.

Das die Beschaffung von Neubaufahrzeugen den Investitionen in die Infrastruktur, zumindestens zu Beginn der Modernisierung vorgezogen wurden, ist an dieser Stelle schon desöfteren kritisch kommentiert worden. Alle Argumentationen, mit der Baureihe 420 könnte nicht Münchens S-Bahnbetrieb in der heutigen Form durchgeführt werden können, sind technisch nicht zu begründen.
Dagegen ist eher noch der Beweggrund nachvollziehbar, das man mit der Erneuerung des Fahrzeugparks der Öffentlichkeit seinen Erneuerungswillen beweisen wollte. Dieses Ziel wurde, wenn auch mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten, letztendlich sogar erreicht.

Auf der Strecke geblieben ist bekanntlich die Baureihe 420. Auch die Farbkombination Weiß-blau ist nunmehr nur noch für das Logo der Münchner S-Bahn gut genug. Auf den zweiten Stammstreckentunnel darf dagegen noch ein halbes Jahrzehnt gewartet werden. Vielleicht wäre es doch besser gewesen vor über fünf Jahren mit genau diesem Projekt zu beginnen, statt sich auf die "Verpackung" zu konzentrieren. Wären die Weichen damals anders gestellt worden, könnte Münchens S-Bahn bereits heute vor einem entscheidenden Qualitätssprung stehen. Doch was dieses Thema betrifft, so ist die Entscheidung über den besseren Weg bereits seit langem gefallen.
In diesem Falle gilt bereits jetzt schon: Sie hatten die Wahl.

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Hej X420-Fans!
Hier eine Auswahl an Bilderseiten, in dem die Baureihe 420 in Schweden gewürdigt wird:

  1. Hier erkundet Jonas M. Bobjörk X420: »Jonas Bobjörks bildsida
  2. X420 - Sehr ausführlich auf »www.bussfoto.com auch mit Bildern vom heiligen ET am »Heilig Abend 2003.
  3. Auf www.jarnvag.net sieht man eine Abholung am Fährhafen in »Trelleborg und Bilder aus »Stockholm. Ganz besonders interessant ist ein Bild von einer »Drehfahrt über das Gleisdreieck Tomteboda - Stockholm N - Karlberg.
  4. Galerie zum Durchstöbern (1): »www.bakgrundsbilder.tk
  5. Galerie zum Durchstöbern (2): »http://road.hoftware.com (unter: Gallery > Vehicles > Motorcars DMUs & EMUs)
Viel Spass!



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Wegweiser
ET420-Online Spezial
Die gloreichen Acht!
ET420-Online begleitete die letzten Einsatzwochen der 420er in München mit einer kleinen Bilderschau:
"Die gloreichen Acht" - die letzten 420 in Bayern!

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25 Jahre S-Bahn Rhein-Main 1978 - 2003

Rückschau Festtag, 30.06.2003
Bilder zur Feier "25 Jahre S-BahnRhein-Main" mit einem Tag der offenen Tür und 420 001 als Stargast, gibt es hier:

» S-Bahn-Frankfurt.de

» IGS-München


30 Jahre Münchner S-Bahn

Rückschau Festtag, 27.04.2002
Bilder zur Feier "30 Jahre S-Bahn München" mit Tag der offenen Tür im Werk Steinhausen, gibt es hier:

» H@rrys Bahnseite - EXTRA

» IGS-München


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Dirk Mattner


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